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400 Teilnehmerinnen im Saal der Wilhelmshöhe Selbstbewusste Frauen bei Lingener Frauenwoche

Frauen sind stark: Die Theatergruppe „Weibblick“ zeigte eine Szenencollage „Schwester, finde deine Stimme“. Foto: E. TonderaFrauen sind stark: Die Theatergruppe „Weibblick“ zeigte eine Szenencollage „Schwester, finde deine Stimme“. Foto: E. Tondera

to Lingen. Frauen ergreifen Partei für die Gleichberechtigung in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz, für selbstbewusstes Auftreten, für eine geschlechtergerechte Sprache.

„Partei ergreifen“ ist das Motto der vom Frauenforum organisierten Lingener Frauenwoche, die in diesem Jahr zum 25. Mal stattfindet und wie immer mit mehreren Veranstaltungen begangen wird. Höhepunkt des Jubiläums war das internationale Frauenfrühstück im ausverkauften Saal der Wilhelmshöhe. Rund 400 Frauen aus 25 Nationen kamen am Sonntag zusammen, um miteinander zu reden, zu singen, zu lachen, zu essen und künstlerische Darbietungen zu bestaunen. „Es war der absolute Rekord. Das Schöne ist, dass immer mehr ausländische Frauen mitwirken und als Gäste kommen. Es sind auch immer mehr junge Frauen dabei“, freut sich Christel Grunewaldt-Rohde vom Frauenforum.

International waren nicht nur die Zusammensetzung der Frauen und das reich gedeckte Frühstücksbuffet mit mitgebrachten internationalen Köstlichkeiten, international war auch das Kulturprogramm, durch das die aus Polen stammenden Moderatorinnen Anja und Agata führten. Sie hatten viel zu tun, denn das Frauenforum hatte ein vielfältiges Bühnenprogramm zusammengestellt, das in einer ausgewogenen Mischung aus Ernst und Unterhaltung die Fülle der Themen widerspiegelte, die Frauen beschäftigen.

Kein Frauentag ohne den Frauenjazzchor „Mit weiblicher Note“ unter der Leitung von Annette Grummel. Dessen Interpretation des Liedes der internationalen Frauenbewegung „Brot und Rosen“, entstanden bei einem Streik von 14000 Textilarbeiterinnen in den USA, ging unter die Haut.

Was ist überhaupt der Internationale Frauentag, warum wird er gefeiert? Antworten darauf gaben Dorothea Wetzstein und Angelika Knöpker in einem Dialog zum Thema des Frauentages „Partei ergreifen“, und die Theatergruppe „Weibblick“ führte den „Gästinnen“ vor, wie verräterisch die immer noch männlich geprägte Sprache ist. Unter der Leitung von Nina Dellbrügge hat die Theatergruppe eine Szenencollage „Schwester, finde deine Stimme“ erarbeitet und spielerisch die offene und versteckte Diskriminierung von Frauen in weltpolitischen Zusammenhängen und im Alltag aufgedeckt.

Charmant stellte Ania von Stephani eine humorvolle Geschichte darüber vor, wie kluge Riesinnen eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen ihren Männern verhinderten. Viel Beifall bekam die Gruppe „Rossinka“, die russische Lieder und Tänze vorführte, und Julia Kolodziejczyk für ein polnisches und ein englisches Lied.

Da Zuschauen und Zuhören Konzentration erfordert, gab es zur Auflockerung Mitmachaktionen mit der Lach-Yoga-Trainerin Sandra Beiermann und mit Ines Deguara, die das Tanz-Fitness-Programm „Zumba“ vorführte.

In entspannter Atmosphäre genossen die Frauen den Vormittag und freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr.


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