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Die Sonne ist ihr Partner Ems Plus warb auf der Emsland-Schau für regenerative Energien

Von Thomas Pertz

Die erneuerbaren Energien sind ihr Geschäftsfeld (von links): Reinhold Teismann, Heinrich Ross, Bernold Menke und Reinhard Meiners von der Unternehmensgruppe Ems Plus auf der Emsland-Schau in Lingen. Foto: Thomas PertzDie erneuerbaren Energien sind ihr Geschäftsfeld (von links): Reinhold Teismann, Heinrich Ross, Bernold Menke und Reinhard Meiners von der Unternehmensgruppe Ems Plus auf der Emsland-Schau in Lingen. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Reinhard Meiners, Heinrich Ross und Bernold Menke strahlten auf der Emsland-Schau in Lingen mit der Sonne um die Wette. Das schöne Wetter am Freitag und Samstag gefiel den drei Unternehmern aber nicht nur deshalb, weil es sich dadurch auch auf dem Freigelände der Emsland-Schau besser flanieren ließ. Die Sonne hat es den drei Machern von „Ems Plus“ auch deshalb angetan, weil sie bei intelligenter Nutzung dieses Himmelskörpers die enormen Chancen der Energieerzeugung sehen.

Hinter Ems Plus steht eine Holding mit dem Ingenieurbüro Ems Cycle von Meiners, Stahlbau Menke in Haren und der Hero-Glas Unternehmensgruppe aus Dersum als Gesellschafter. „Ems Plus befindet sich jetzt im dritten Jahr. Wir haben 2010 einen Umsatz von 27,5 Millionen Euro erzielt und wollen 2011 ein ähnliches Ergebnis erreichen“, sagte Meiners auf dem Messestand bei der Emsland-Schau.

Dort präsentierte Ems Plus den Besuchern seine Kompetenzfelder Fotovoltaik, Wind und Biomasse als regenerative Stromerzeuger – nicht der Zukunft, denn die hat längst angefangen. „Im Emsland wird derzeit schon zu über 70 Prozent Strom aus regenerativer Energie erzeugt“, erläuterte Ross. Das Emsland steuere bereits auf die 80 Prozent zu, während der Anteil in Deutschland gerade mal bei 20,8 Prozent liege. Die Vision, in 20 Jahren in der Bundesrepublik 80 Prozent des Stroms aus erneuerbarer Energie zu produzieren, sei in diesem Landkreis bereits nahezu verwirklicht.

Also weiter sonnige Aussichten für ressourcenschonende Energieerzeugung? Die drei Gesellschafter von Ems Plus sehen auch Wolken am Horizont. Zum Beispiel die Frage der Trassenführung zum Transport des Stroms, wobei Meiners diese Diskussion einseitig mit den erneuerbaren Energieträgern verknüpft sieht. Trassen seien auch für den Stromtransport notwendig, der aus konventionellen Kraftwerken hergestellt werde. Hier seien Bürger und Politik gleichermaßen gefordert, den Weg der Nutzung erneuerbarer Energien auch positiv zu begleiten. Dazu gehöre ebenso das Akzeptieren von Stromleitungen über der Erde. „Die Leute wollen diese Leitungen nicht sehen“, beschrieb Ross den gegenwärtigen Gemütszustand.

Von Kritikern des Energiewandels in Deutschland würden in den Diskussionen häufig die Netzwerkstabilität und das Problem der Energiespeicherung angeführt, sagte Meiners. Er habe aber überhaupt keinen Zweifel daran, dass deutsches Engineering noch offene Fragen in den nächsten Jahren beantworten wird, sagte der Ingenieur.

Wie viel bereits an Hightech zur Stromerzeugung tägliche Praxis ist, machten die Gesellschafter von Ems Plus bei der Emsland-Schau ebenfalls deutlich. So präsentierte Bernold Menke ein Fotovoltaik-Flachdachsystem, bei dem eine optimale Verbindung des Flachdachs und der Fotovoltaikanlage garantiert wird.

Denn oft liegt genau hier das Problem, wenn die Anlage zur Stromerzeugung die Abdichtung des Dachs beschädigt. Eine Kombination von Folien- und Profilblechdach verhindere dies, sagte Menke. Gerade Flachdächer, ob Neubau oder Altbestand, seien ideale Standorte für Fotovoltaikanlagen. Natürlich auch Fußballstadien: Die Südwestseite des Weserstadions in Bremen ist mit Fotovoltaik von Ems Plus bestückt.

Solarzellen in Fassaden, Kleinkraftwerke, optimale Dämmung, Kommunen, die ihren Strom- und Energiebedarf selber decken – darin sehen Meiners, Ross und Menke die Zukunft. „In 20 Jahren muss sich jedes Einfamilienhaus selbst versorgen können“, betonte Ross, dessen Hero-Glas-Gruppe mit innovativer Spitzentechnologie auf Weltniveau diese Perspektive nach Kräften unterstützt.

Aber auch heute schon ist offensichtlich eine ganze Menge machbar. Ross berichtete von den Hausbauplänen seiner Tochter, wo spezielle Kollektoren zum Einsatz kommen werden. „Sie hat eine monatliche Belastung für Strom und Gas von 30 Euro ausgerechnet“, berichtete der Unternehmer – und strahlte.

Weitere Infos: www.ems-plus.de