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Antrag der CDU Lingen Schwarzer Weg: Schutzwald für zwei Millionen Euro


Lingen. Mit rund zwei Millionen Euro will die CDU in den nächsten zehn Jahren einen „Schutzwald“ pflanzen – soweit es die Haushaltslage zulässt. Der Geltungsbereich umfasst die Flächen nördlich der Straße „Schwarzer Weg“ bis zur Umgehungsstraße . Im Westen wird das Gebiet durch bereits vorhandene Waldflächen und im Osten durch das Gelände des Tierheims begrenzt.

Uwe Hilling, CDU-Fraktionschef, erklärte dazu im Planungs- und Bauausschuss der Stadt Lingen, dass bis 2020 jährlich 200000 Euro für diese Maßnahme bereitgestellt werden sollten. Hilling: „Wir müssen aber natürlich jedes Jahr neu prüfen, ob wir uns das leisten können.“

Weiteren Angaben zufolge soll dieser neu zu pflanzende Wald als Stadtwald ausgewiesen und mit Wanderwegen und Gestaltungselementen ausgestattet werden. Hilling: „Als ersten Schritt befürworten wir eine Unterpflanzung in den vorhandenen Flächen an der Waldstraße. Dabei ist es uns wichtig, dass die Wege für die Spaziergänger entsprechend hergerichtet und von Baum- und Strauchbewuchs frei gehalten werden.“

Auch wenn es im Ausschuss keine Stimmen gab, die sich gegen einen solchen Schutzwald stellten und die damit benötigte Flächennutzungsplanänderung von allen befürwortet wurde, so war dieses Ansinnen der CDU für SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und dem fraktionslosen Ratsherrn Robert Koop zu kurz gegriffen.

Unisono befürworteten diese Ausschussmitglieder eine Wiederaufforstung der im angrenzenden Bereich des Logistikzentrums in Altenlingen abgeholzten Waldflächen.

SPD-Fraktionschef Hajo Wiedorn: „Die Sünden der Vergangenheit sollen mit dieser Maßnahme kompensiert werden. Der zurzeit in diesem Gebiet gültige Bebauungsplan sollte in Teilen aufgehoben und mit einer neuen Zweckbestimmung versehen werden.“ Zudem wolle die SPD wissen, aus welchen Komponenten sich die hier bereits verbauten 1,8 Millionen Euro zusammensetzten.

Als ein „langfristiges und gutes Konzept“ wertete CDU-Ratsherr Dr. Karl-Heinz Vehring die geplanten Aufforstungen. „Es geht in unserem Antrag nicht darum, bereits abgeholzte Flächen wiederaufzuforsten, sondern darum, neue Anpflanzungen vorzunehmen.“

Während der Planungs- und Bauausschuss der Flächenplannutzungsänderung zustimmte, werden unter anderem die für den Schutzwald benötigten Haushaltsmittel im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss beraten.


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