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Krone: Dienstleistung ausbauen Lingener können Ideen, Lob und Kritik ins „Bürgerbuch“ eintragen

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Lingen. Zu Beginn des neuen Jahres werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lingen eine weitere Möglichkeit haben, Ideen, Beschwerden oder auch Lob an die entsprechenden Mitarbeiter der Stadt weiterzugeben: in dem neuen Bürgerbuch.

„Ich möchte damit insbesondere älteren Menschen oder auch diejenigen, die keinen Internetzugang haben und sich scheuen anzurufen die Möglichkeit geben, sich an die Stadt zu wenden.“ Das erklärte am Dienstag Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone in einem Gespräch mit der Presse. Ausliegen wird das Bürgerbuch im Bürgerbüro des Rathauses.

Pflegen und auswerten wird das Buch Stefanie Jansen, die den Ideen- und Beschwerdeservice der Stadt organisiert. „Wir sehen das neue Bürgerbuch als eine Erweiterung des bereits bestehenden Ideen- und Beschwerdemanagements“, erklärte die städtische Mitarbeiterin.

548 Anregungen, Ideen und Beschwerden seien im Jahr 2009 aufgenommen worden, und für 2010 hätte es sogar im Durchschnitt 2,2 Einträge pro Tag gegeben. Vor diesem Hintergrund sei man zu der Entscheidung gelangt, diesen Service noch weiter auszudehnen. „Viele Menschen, die im Rathaus sind, um ihre Dinge zu erledigen, haben nun die Möglichkeit, quasi im Vorbeigehen sich mitzuteilen“, erklärte Jansen weiter und ergänzte: „In einer kleinen Box, geschützt vor den Blicken anderer.“

Jeden Tag würden dann die Einträge an die entsprechenden Fachbehörden weitergegeben, und nach spätestens fünf Tagen läge eine erste Rückmeldung vor.

Auf die Frage, um welche Beschwerden es sich in der Mehrzahl in den vergangenen Jahren gehandelt habe, antwortete die städtische Mitarbeiterin: „Die Bandbreite der Themen reicht von Beschwerden über die Straßenbeleuchtung oder kleine Schlaglöcher in der Straße bis hin zu Verkehrsschildern oder Nachbarn, die ihre Hecke nicht ordentlich schneiden. Wo wir können, helfen wir – und zwar so schnell wie möglich.“

Auf die Frage unserer Zeitung, ob das Bürgerbuch die Bürgersprechstunde „wo drückt der Schuh“ ersetze antwortete der Verwaltungschef: „Ich denke, dass wir mit dem Bürgerbuch näher am Menschen in dieser Stadt sind. Keiner braucht mehr wochenlang auf diese Sprechstunde zu warten, sondern kann sofort seinen Frust oder auch Lob loswerden. Das ist aktueller und kann dann auch nicht vergessen werden. Wir wollen Dienstleister und nicht nur Verwaltung sein.“

Das Bürgerbuch liegt ab dem 3. Januar 2011 zu den Öffnungszeiten des Bürgerbüros vor Ort aus: montags bis mittwochs, 9 bis 16 Uhr; donnerstags 9 bis 17 Uhr; freitags von 9 bis 12.30 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Der Zugang zum Bürgerbüro ist barrierefrei.


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