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Stadtwerke warnen Ältere Menschen Opfer von Drückern in Lingen

<em> Lieber unfreundlich als leichtgläubig: </em>Um sich vor Betrug zu schützen, sollten Senioren misstrauisch gegenüber Fremden an der Haustür sein.  Foto: Mascha Brichta Lieber unfreundlich als leichtgläubig: Um sich vor Betrug zu schützen, sollten Senioren misstrauisch gegenüber Fremden an der Haustür sein. Foto: Mascha Brichta

Lingen. In Lingen scheinen zurzeit „Drückerkolonnen“ unterwegs zu sein, um insbesondere älteren Menschen neue Strom- oder Gaslieferungsverträge „unterzujubeln“. Nach Informationen der LT soll es sich dabei um „Verkäufer im Außendienst“ handeln, die für das Energieunternehmen „Vattenfall“ arbeiten.

Arno Ester, Geschäftsführer der Stadtwerke Lingen , ist der Unmut unschwer anzumerken: „Es ist eine ungeheuere Gemeinheit, gerade ältere Mitbürger an der Haustür zu überrennen und neue Verträge unterzuschieben, die auf Lügen basieren“, ärgert sich der Geschäftsführer und ergänzt: „Ich weiß leider nicht, mit welch miesen Tricks diese Leute an die Daten unserer älteren Kunden gekommen sind“, entrüstet er sich in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Mit am Tisch sitzt auch Jörg Rennermann, zuständig für Vertragsmanagement und Vertragsrecht Netz.

Rennermanns Angaben zufolge, die auf den Erfahrungen der Geschädigten beruhen, gingen die Drücker fast immer nach dem gleichen Muster vor: „Die Männer stehen an der Haustür und berichten, dass die Stadtwerke Lingen aufgrund der Energiewende ihre Verträge modifizieren müssten. Der Name des neuen Energieversorgers, mit Niederlassung in Berlin, soll dabei immer verdeckt gewesen sein.“


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