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Führungen für junge Menschen auf der Suche nach ihrem Ausbildungsplatz Lingen: Mit „BBS-Scout“ über die Business Plus

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Auch am Stand der Volks- und Raiffeisenbanken informierten sich Irina Passade, Melissa Müller und Antje Ruttenberg auf der Business Plus über das Ausbildungsangebot. Die angehenden Bankauffrauen Franziska Otten und Alina Krull (von links) berieten die drei Gymnasiastinnen. Foto: Wilfried RoggendorfAuch am Stand der Volks- und Raiffeisenbanken informierten sich Irina Passade, Melissa Müller und Antje Ruttenberg auf der Business Plus über das Ausbildungsangebot. Die angehenden Bankauffrauen Franziska Otten und Alina Krull (von links) berieten die drei Gymnasiastinnen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. „Ich habe hier eine 12. Klasse Abitur“, stellt Sabrina Bunse eine kleine Gruppe Schülerinnen des Lingener Gymnasiums Georgianum an verschiedenen Ständen der Business Plus vor. Sabrina selbst besucht die Berufsbildenden Schulen und agiert auf der Messe als sogenannter Scout – führt die Schülerinnen zu möglichen zukünftigen Ausbildungsbetrieben.

Irina Passade ist eine der Gymnasiastinnen. „Ich hatte schon vor der Messe entschieden, nach dem Abi ein Vollzeitstudium des Wirtschaftsrechts zu beginnen“, erklärt die 17-Jährige. Aber sie habe Unternehmen kennengelernt, bei denen sie sich später bewerben oder Praktika absolvieren könne. „Ich fand es interessant zu sehen, wie viele Unternehmen es in der Region gibt“, zeigt sich die Lingenerin von der Business Plus positiv überrascht.

Messe bietet Überblick

Antje Ruttenberg stimmt Irina zu. „Auch wenn ich in Lingen wohne, hat man nicht unbedingt den vollständigen Überblick, welche Firmen es hier überhaupt alles gibt.“ Daher biete die Messe für Schüler, die noch nicht wissen, was sie später machen, aber auf jeden Fall in der Region bleiben wollen, viele Möglichkeiten. Antje selbst hatte schon vorher eine Zusage für einen dualen Studienplatz als Maschinenbauerin bekommen. „Der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben“, möchte sie eigentlich nicht verraten, bei welchem Unternehmen. Aber der Messeauftritt ihres künftigen Arbeitgebers auf der Business Plus habe sie in ihrer Entscheidung voll und ganz bestätigt. „Krone hat sich hier fantastisch präsentiert“, rutscht es Antje voller Vorfreude auf ihre Ausbildung dann doch heraus.

Auch Melissa Müller interessiert sich brennend für einen dualen Studiengang. An fast jedem Stand fragt sie nach einer entsprechenden Möglichkeit. Denn Melissa hat zwar viele Bewerbungen geschrieben, aber bis jetzt noch keine Zusage erhalten.

„Scout“ Sabrina hat das Interesse von Melissa an einem dualen Studiengang schnell bemerkt. „In der 12. Klasse haben die schon richtig konkrete Vorstellungen“, meint sie und versucht, ihre Führung über die Business Plus individuell auf die Bedürfnisse von Melissa zuzuschneiden. Während die drei Gymnasiastinnen an einem Stand beraten werden, fliegt der Blick der Berufsschülerin über das Ausstellerverzeichnis. Die nächsten Anlaufpunkte sollen Unternehmen sein, die ein duales Studium anbieten.

Doch Melissa bringt dies nicht wirklich weiter. „Die Bewerbungsfrist für einen solchen Platz im nächsten Jahr ist fast überall schon abgelaufen“, erklärt sie. Auch Antje und Irina sind der Meinung, dass die Messeführung für sie zu spät komme.

Und noch eine leise Kritik äußern Melissa und Antje. Viele Unternehmen hatten am zweiten Tag der Business Plus, der unter anderem das Thema Bildung als Schwerpunkt hatte, Auszubildende an die „Messefront“ geschickt. „Die Möglichkeit, mit Auszubildenden zu reden, ist zwar gut, aber ich hätte mir mehr Entscheidungsträger gewünscht“, so Melissa. Jeweils ein Auszubildender und ein Chef wären gut gewesen, meint Antje. „Ich hätte keine Berührungsängste gehabt“, sagt sie selbstbewusst.


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