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Schaden an Sammelleitung im Erdölfeld Rühlertwist: 4000 Liter Nassöl ausgelaufen

Von Tobias Böckermann

4000 Liter Nassöl traten im Erdölfeld Rühlertwist aus. Foto: Archiv4000 Liter Nassöl traten im Erdölfeld Rühlertwist aus. Foto: Archiv

Twist/Lingen. Im Erdölfeld Rühlertwist sind infolge einer Leckage am Montag vier Kubikmeter Nassöl ausgelaufen.

Einer Mitteilung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vom Dienstagnachmittag zufolge war eine sogenannte Sammelleitung des Unternehmens Gdf Suez E&P Deutschland GmbH leckgeschlagen.

Auf Nachfrage teilte der Pressesprecher des Landesamtes mit, der Schaden sei am Montag gegen 14.15 Uhr eingetreten, schnell von Mitarbeitern des Unternehmens Gdf Suez, das seinen Sitz in Lingen hat, entdeckt und sofort der Außenstelle Meppen des LBEG als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet worden.

Bei dem ausgetretenen Nassöl handelt es sich um Wasser mit einem Ölanteil von 15 Prozent. Die 4000 Liter breiteten sich auf einer Rasenfläche aus. Schadensursache sei nach jetzigem Kenntnisstand ein defekter Leitungsschieber, der zwar Bestandteil der Ölleitung, aber nicht mehr in Betrieb war. Schieber werden zum Absperren verwendet.

Nach Angaben des Sprechers wurde die Ölleitung regelmäßig überprüft, indem sie einer Druckprobe unterzogen wurde. Der jüngste Test sei ohne negatives Ergebnis verlaufen – der Schaden sei also nicht absehbar gewesen.

Schieber defekt

Nach der eingegangenen Meldung hatte das LBEG den zuständigen Fachbereich Wasser und Bodenschutz beim Landkreis Emsland informiert. Anschließend nahm ein Mitarbeiter des LBEG vor Ort die Ermittlungen auf. Die betroffene Leitung verläuft von der Erdölförderbohrung Rühlertwist 10 entlang der Landesstraße 47 zum Betriebsplatz Rühlertwist, wo das Nassöl aufbereitet wird. Die Schadensstelle befindet sich unmittelbar an der Platzgrenze zur Bohrung Rühlertwist 29.

Durch die Dickflüssigkeit des geförderten Erdöls war der eingetretene Schaden nach Angaben des LBEG räumlich stark begrenzt. Vorfluter seien nicht betroffen, hieß es. Zwei Sanierungsfirmen hätten umgehend die Aufräumarbeiten aufgenommen und verunreinigten Boden entfernt. Die Flüssigkeit wurde abgesaugt und die Schadensstelle freigelegt. Ein Bodengutachter wurde noch am selben Tage mit der Begutachtung der Flächen beauftragt. Ob Öl ins Grundwasser gelangt ist, lässt sich noch nicht sagen.

Ein Zusammenhang mit sogenannten Fracking-Arbeiten, bei denen andernorts versucht werde, unter hohem Druck Erdgas zu fördern, bestehe nicht, sagte der Sprecher.