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Kommentar: Unmut verständlich

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Lingen.Es mag ja sein, dass die Lingener Stadtverwaltung im Recht ist, aber deswegen muss ihre Vorgehensweise nicht gleich auch richtig sein. Anliegern sandige oder steinige Stolperfallen an ihren Auffahrten zu hinterlassen ist im Ergebnis bürgerunfreundlich, egal wie hübsch die ausgebaute Straße vor der Haustür später aussieht.

Es bleibt nicht aus, dass im Zuge von umfangreichen Baumaßnahmen wie in der Adolfstraße auch an Haus- und Hofeinfahrten „geknabbert“ wird, um eine klare Kante hinzukriegen. Dass anschließend vom Verursacher aber wieder alles ordentlich hergerichtet werden muss, entspricht dem Rechtsempfinden jeden Bürgers. Deren Unmut darüber, die Reparaturen selbst bewerkstelligen bzw. bezahlen zu müssen, ist deshalb verständlich.

Hier sollte deshalb das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Schließlich geht es nicht darum, dass eine Gemeinde komplette Hofeinfahrten erneuern muss, sondern lediglich die Kosten für kleine Restarbeiten übernehmen sollte, auch wenn sie, rein rechtlich gesehen, dazu nicht verpflichtet ist. Andere Kommunen im Altkreis tun es ja auch. Und die haben, anders als die Stadt Lingen, deutlich weniger als 170 Millionen Euro im Haushalt zu verwalten.


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