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50000-Euro-Grenze überschritten ESV Lingen spendet seit 22 Jahren an UNICEF

Von Horst Scholz

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Die UNICEF-Spendengruppe vom ESV Lingen ist seit 22 Jahren im Einsatz: Bislang wurden über 50000 Euro gespendet (von links): Oswald Schöne, Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe in Osnabrück, und Erhard Kropp vom ESV. Foto: Horst ScholzDie UNICEF-Spendengruppe vom ESV Lingen ist seit 22 Jahren im Einsatz: Bislang wurden über 50000 Euro gespendet (von links): Oswald Schöne, Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe in Osnabrück, und Erhard Kropp vom ESV. Foto: Horst Scholz

Lingen. Zum 22. Mal hat die ESV-UNICEF-Kinderhilfswerksgruppe in Lingen eine Spenden-Jahresaktion mit dem Aufruf „Helfen Sie Helfen“ mit Erfolg abgeschlossen. Wie im Jahr 2009, konnten auch im Jahr 2000 wieder 5000 Euro gesammelt werden.

Damit wurde das Spenden-Gesamtergebnis auf die magische Grenze von 50000 Euro geschraubt. Dieses Ergebnis war für die beiden Lingener UNICEF-Aktivisten, Erhard Kropp als Gruppenleiter und Horst Scholz als Pressewart, ein Anlass, die erarbeitete und gestaltete Bilanztafel 2010 dem Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe Osnabrück, Oswald Schöne, persönlich zu überbringen. „Somit kann sie in der Ehrentafelgalerie im Büro der Osnabrücker Arbeitsgruppe einen würdigen Ehrenplatz erhalten“, betonte Erhard Kropp.

Situationsbedingt konzentrierten sich die Lingener im Jahr 2010 über die UNICEF-Aktion „Sauberes Wasser“ auf die Katastrophengebiete Haiti und Pakistan. Zweckgebunden wurden vom 19. Januar (Erdbeben Haiti), über den 17. August (Überschwemmungskatastrophe Pakistan ) bis zum 16. Dezember 2010 in sechs Spendenaktionen für Haiti 2750 Euro und für Pakistan 2250 Euro zur Verfügung gestellt. Als Ehrenmitglied des ESV Lingen verkörpert Erhard Kropp die Glaubwürdigkeit des Aktionseinsatzes und fand somit vom Vorstand und Abteilungen des ESV, aber auch von zahlreichen Einzelpersonen jedwede mögliche Unterstützung für die Spendenaktionen für die angesprochenen Katastrophengebiete.

1300 überfüllte Notlager

Weltweit hat laut UNICEF jeder dritte Mensch — Katastrophen nicht mit eingerechnet — keine Chance auf sauberes Wasser. Viele Menschen in Afrika, Asien und Südamerika haben keine Wasserleitungen, keine Toiletten und keine Abwasserentsorgung. „Jahr für Jahr erkranken und sterben viele Millionen Menschen an den Folgen von Krankheitserregern durch verseuchtes Wasser an Durchfall, Cholera, Typhus und Gelbsucht“, betonte der UNICEF-Vertreter.

Schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Haiti lebten noch immer unter vielfach unakzeptablen Bedingungen in über 1300 überfüllten Notlagern — fast die Hälfte davon Kinder. Rund 500000 Kinder sind nach Schätzungen von UNICEF extrem von Krankheiten bedroht. Die UNICEFhilfe in Haiti zeige zwar erste Fortschritte. Die Wasserversorgung und Sicherstellung von Hygiene in überfüllten Notunterkünften war und ist weiterhin eine Herausforderung. So verteilt UNICEF täglich mit Tankwagen rund 1,66 Millionen Liter Trinkwasser an über 330000 Menschen. Es wurden 9000 Latrinen eingerichtet und auch die regelmäßige Entsorgung und Reinigung wird organisiert. 210000 Menschen haben Hygieneartikel erhalten und 2200 Gesundheitshelfer wurden in Hygieneaufklärung ausgebildet.

Identisch mit der Notlage in Haiti ist die Lage in Pakistan nach der Flutkatastrophe im August 2010. Ein Leiter der Katastrophenhilfe erläutert dazu: „In Pakistan sind über 16 Millionen Menschen direkt oder indirekt von der Jahrhundertflut betroffen. Alle Hilfsorganisationen sind äußerst besorgt, weil das Leben von Millionen Kindern durch Krankheiten bedroht ist, die durch verschmutztes Wasser übertragen werden. Darum brauchen wir dringend weitere Spenden“. Das Spendenkonto: 300000, Bank für Sozialwirtschaft Köln (BLZ 37020500), Stichwort: Nothilfe Pakistan.


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