Jubiläumskarneval der KFD Maria Königin Lingener Närrinnen haben Publikum fest im Griff

Die Närrinen der KFD Maria Königin hatten das Publikum bei ihren Auftritten zum 50-jährigen Bestehen fest im Griff. Foto KFD Maria KöniginDie Närrinen der KFD Maria Königin hatten das Publikum bei ihren Auftritten zum 50-jährigen Bestehen fest im Griff. Foto KFD Maria Königin
KFD Maria Königin

Lingen. „Goldene Zeiten in MK – Helau und Alaaf seit 50 Jahr“ lautete das Motto der zwei großen Jubiläumsveranstaltungen der KFD Maria Königin in Lingen. Und so stellt man sich Karneval vor. Keine langatmigen Begrüßungen von Ehrengästen, keine Ordensverleihungen, keine Muffel. Dafür jede Menge begeisterter Närrinnen, die das Pfarrzentrum fest in den Händen hatten.

Laut Mitteilung der KFD wurde von der ersten Minute an ein Programm mit tollen Showtänzen, pointenreichen Büttenreden, witzigen Sketchen und originellen Liedvorträgen geboten. Rund 200 originell kostümierten Närrinnen – viele als „Golden Girls“ - ließen sich bereits zu Beginn zu der Melodie „Bella ciao…“ von den bunt verkleideten Jubilarinnen in ausgelassene Stimmung versetzen. 

Rosen für das Publikum

Das traditionell erwartete Duo „Frieda und Anneliese“ verteilte bei ihrem Einzug 50 rote Rosen als Dankeschön an das treue Publikum. Danach beklagten sie, dass in letzter Zeit so oft im Pfarrhaus und in der Kirche eingebrochen wurde. Sogar der Opferstock bei den Kerzen sei aufgebrochen worden, aber inzwischen repariert und auf den neuesten Stand gebracht. Das hatte Frieda gemerkt, denn als sie dort kürzlich das Geld für eine Kerze eingeworfen habe, sei direkt ein Kassenbon rausgekommen. 

Das konnte man von Pastor Antony nicht behaupten. Er tanzte ausgelassen mit den Frauen und hatte sich extra zum Jubiläum ein wertvolles indisches Gewand mit Gold zugelegt. Das seien ihm die Frauen in MK wert. 

In einem weiteren Sketch wurden von zwei kessen jungen Damen bei einem Discobesuch ihre unerwünschten Ehemänner an der Garderobe abgegeben. Eine Bettgeschichte, in der sich der Liebhaber wegen der verfrühten Rückkehr des Ehemannes in eine Statue verwandeln musste, wurde von den närrischen Frauen und dem Pastor mit tosendem Beifall belohnt. 

Mit Charme und Esprit

Die Tanzgruppe heizte mit ihrem schwungvollen Tanz dem närrischen Publikum vor der Pause mächtig ein und ließ mit viel Charme und Esprit das Pfarrzentrum toben. Das begeisterte Publikum belohnte die Darstellerinnen immer wieder mit tosendem Beifall.

Die „Nizzareise“, ein besonderer Striptease, der vor 25 Jahren schon einmal aufgeführt wurde, hatte nichts von seiner Aktualität verloren und brachte die Närrinnen so richtig in Urlaubsstimmung. Das 99-jährige Fräulein Baumann stellte sich als Deutschlands dienstälteste „Ehrenjungfrau“ vor. Das Werden sei nicht so schwierig, denn zur Ehrenjungfrau sei man geboren, aber das Bleiben, das sei die Kunst!  Durch ihr Abnehmprogramm mogelten sich Gabi und Uschi mit allerlei manipulierten Messungen bei Größe, Gewicht und Brustumfang durch. 194 Länder besuchte die Tanzgruppe mit einem grandiosen Showtanz. Zum Abschluss verabschiedeten sich alle Akteurinnen mit einem Liederpotpourri und sangen:“…mit 50 Jahren ist noch lange nicht Schluss!“ 

Erlöse für Bedürftige

Sabine Röhlmann bedankte sich bei allen Mitwirkenden auf der Bühne sowie allen helfenden Händen in der Küche und beim Service. Nur durch dieses unendlich große ehrenamtliche Engagement sei es immer wieder möglich, den Erlös aus diesen Veranstaltungen sowie auch aus dem vorhergegangenen Seniorenkarneval, bedürftigen Frauen und Kindern zukommen zu lassen.


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