Meinungs- und Pressefreiheit bewahren Angehende Kommunikationsmanager setzen sich mit dem Thema Demokratie auseinander

Demokratie und Kommunikation sind für die angehenden Kommunikationsmanager auf dem Campus Lingen ein grundlegendes Thema.  Foto: Hochschule OsnabrückDemokratie und Kommunikation sind für die angehenden Kommunikationsmanager auf dem Campus Lingen ein grundlegendes Thema. Foto: Hochschule Osnabrück
Oliver Pracht

Lingen. Im Seminar "Gesellschaft und Politik" haben sich am Campus Lingen angehende Kommunikationsmanager in verschiedenen Veranstaltungen mit den Grundlagen der Demokratie beschäftigt.

"Demokratie entsteht, wenn man nach Freiheit und Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger, nicht aber ihre Art berücksichtigt“, sagte einst der griechische Philosoph und Naturforscher Aristoteles. Das Wort „Demokratie“ geht auf das griechische dēmokratía zurück, das soviel wie „Herrschaft des Volkes“ meint.  

Doch wie wird Demokratie in der heutigen Gesellschaft gelebt, wie demokratisch ist unser Europa, ist Demokratie als Staatsform vielleicht sogar in Gefahr und inwiefern spielt Kommunikation bei dem Ganzen eine Rolle? Mit diesen und weiteren spannenden Fragen beschäftigen sich derzeit Studierende des dritten Fachsemesters im Bachelorstudiengang Kommunikationsmanagement. Das in diesem Semester erstmals angebotene Seminar „Gesellschaft und Politik“ hat verschiedene Veranstaltungsthemen. Dazu gehören die Themen „Demokratie: Theorien, Systeme und Herausforderungen“, „Demokratisches Europa“ und „Wie Demokratien sterben“. Das Seminar ermöglicht den Studierenden des Instituts für Kommunikationsma-nagement, in Kleingruppen in den offenen Dialog zu treten und die Grundpfeiler ihres späteren Berufslebens zu erörtern. Dass Meinungs- und Pressefreiheit, also die freie Berichterstattung in Rundfunk, Fernsehen und Presse, als Basis für eine funktionierende demokratische Gesellschaft immer wieder bedroht und auf die Pro-be gestellt werden, ist ein grundlegendes Thema für angehenden Kommunikationsmanager.

„Die Veranstaltung hilft mir sehr, mein Wissen zu vertiefen und zu reflektieren“, betont Carla Bröring, Teilnehmerin des Seminars „Demokratisches Europa“. Dem schließt sich auch Kommilitonin Isabel Stiens an: „Es ist wichtig, dass wir uns die Vorteile einer Demokratie und die damit einhergehende Relevanz der Kommunikationsarbeit immer wieder in den Vordergrund rufen. Ein spannendes, vielseitiges und hoch relevantes Thema, das gerne auf dem Stundenplan gesehen ist.“

Prof. Achim Baum und Prof. Margareta Bloom-Schinnerl leiten zwei der erstmals angebotenen Seminare. Baum betont: „Demokratie und Kommunikation sind aufeinander angewiesen. Wir haben an der Hochschule einen Bildungsauftrag zu leisten, der unseren Studierenden auch den Raum bietet, Wissenslücken aufzufüllen. Sie sollen das aktuelle Geschehen durchaus kritisch hinterfragen können, um zu verstehen, was unsere soziale Ordnung legitimiert und worauf sie beruht.“ Kommunikation könne im besten Fall Verständigung in der Gesellschaft stiften.

Bloom-Schinnerl bekräftigt: „Ich bin überzeugt, dass die Seminare einen großen Wert für die Studierenden bieten. Es handelt sich um ein inspirierendes Konzept, das den angehenden Kommunikationsmanagern ermöglicht, über den fachlichen Tellerrand hinauszublicken und ein fundiertes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Politik und Gesellschaft funktionieren.“


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