Gedenken am Volkstrauertag Wietmarschen erinnert an Opfer von Krieg und Gewalt

Die Vositzenden des Schützenvereines Wietmarschen und des Sozialverbandes Deutschland legten am Volkstrauertag einen Kranz zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt am Ehrenaml nieder. 
Foto: Johannes FrankeDie Vositzenden des Schützenvereines Wietmarschen und des Sozialverbandes Deutschland legten am Volkstrauertag einen Kranz zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt am Ehrenaml nieder. Foto: Johannes Franke

Wietmarschen. Am Ehrenmal bei der Wallfahrtskirche in Wietmarschen ist am Volkstrauertag der Opfer der beiden Weltkriege, der Gewaltherrschaft und des Terrors gedacht worden.

Umrahmt vom Musikverein Wietmarschen richtete der 1. Stellvertretende Bürgermeister Johannes Osseforth eindringliche Worte an die etwa 70 Umstehenden. Es sei ein Tag des Nachdenkens darüber, wie wir heute auf Krieg und Gewalt reagieren. Osseforth lenkte den Blick auf die Leiden der etwa 14 Millionen vertriebenen Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Die Integration gelang im Laufe der Zeit, denn in Wietmarschen und besonders in Füchtenfeld fanden sie eine neue Heimat. Doch in Gesprächen falle ihm auf, wie präsent die Ereignisse von damals den Betroffenen noch seien. 

Da es immer weniger Zeitzeugen gäbe, gerieten die Schrecken dieser Gräueltaten in Vergessenheit und eine Verharmlosung von kriegerischen Auseinandersetzungen setze ein. „Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass sich die Schrecken des Ersten und Zweiten Weltkrieges nicht wiederholen, dass unsere Demokratie gewahrt bleibt und wir uns mitmenschlich in unserer Gesellschaft verhalten“, betonte Osseforth.

Gedenktage wie heute müssten in die Mitte der Gesellschaft gerückt werden. Dankbar sei er, dass in der Gemeinde Wietmarschen ein überparteilicher Arbeitskreis „Gedenken“ eingerichtet wurde und auch in der Oberschule ein Schulprojekt zum Thema „Aufarbeitung Kriegsgefangene Füchtenfeld“ durchgeführt werde. Unter den Klängen des “Guten Kameraden“ endete mit der Kranzniederlegung, der Ehrerweisung der Bannerträger und dem Gebet von Pfarrer Gerhard Voßhage die Gedenkfeier.  


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