Fagottistin Henrike Brömstrup zu Gast Außergewöhnliche Musikstunde in der Emsbürener Realschule

Aufmerksam hörten die Schülerinnen und Schüler im Atrium der Liudger-Realschule, was Henrike Brömstrup auf ihrem Fagott spielte. Am Klavier begleitete sie Irene Heck-Hachmer. Foto: Caroline TheilingAufmerksam hörten die Schülerinnen und Schüler im Atrium der Liudger-Realschule, was Henrike Brömstrup auf ihrem Fagott spielte. Am Klavier begleitete sie Irene Heck-Hachmer. Foto: Caroline Theiling

Emsbüren. Wenn von klassischer Musik die Rede ist, sind Schüler oftmals nicht besonders interessiert oder finden es langweilig. Dass das auch anders sein kann, zeigte eine "besondere" Schulstunde in der Liudger-Realschule in Emsbüren.

Das Atrium der Schule war komplett gefüllt. Schülerinnen und Schüler aller Klassen waren eingeladen, die junge Fagottistin Henrike Brömstrup kennenzulernen, eine der Preisträgerinnen der Emsbürener Musiktage von 2018. 


Die Preisträger

Im Rahmen der Meisterkurse der Emsbürener Musiktage (EMT) werden jedes Jahr zwei Preisträger gekürt für außergewöhnliche Leistungen während der Meisterkurse. Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro von einem lokalen Unternehmen oder von den Freunden und Förderern der Emsbürener Musiktage. 2018 zeichneten die Professoren und Dozenten der Meisterkurse Henrike Brömstrup (Fagott) und Luisa Gehlen (Klarinette) aus. Beiden Preisträger spielten bei den EMT 2019 ein exklusives Konzert gemeinsam mit dem Sinfonieorchester der Musikschule des Emslandes unter der Leitung von Martin Nieswandt.

"Das ist die am besten besuchte Veranstaltung der Emsbürener Musiktage", schmunzelte Manfred Hachmer, Musiklehrer an der Liudger-Realschule und Initiator dieser außergewöhnlichen Musikstunde während er weitere Stühle herbeiholte. "In Klasse zehn sind die Emsbürener Musiktage Thema im Unterricht", erklärte der Pädagoge. Deshalb hatten Lea Finke und Dana Silies, zwei Mädchen aus diesem Jahrgang, einige Fragen an die 23-jährige Musikerin vorbereitet. 

"Das Fagott kann traurig klingen, aber auch fröhlich. Diese Kombination hat mich fasziniert", antwortete die junge Studentin auf die Frage warum sie gerade dieses Instrument gewählt habe. Vor zwölf Jahren habe sie damit angefangen. Früher habe sie jeden Tag vier bis fünf Stunden geübt. Deshalb sei keine Zeit mehr für andere Instrumente gewesen, wie Klavier oder Kontrabass, die sie auch schon gespielt habe. Ihr bislang größtes Erlebnis sei der Auftritt mit einem Sinfonieorchester in der Elbphilharmonie in Hamburg gewesen. 

Henrike Brömstrup Foto: Caroline Theiling

Wie sie denn auf Emsbüren gekommen sei, fragte Manfred Hachmer. "Es gab einen Aushang an der Hochschule für Musik in Detmold", erklärte sie. Eigentlich habe sie schon früher an den Musiktagen teilnehmen wollen, denn die hätten einen sehr guten Ruf, nicht nur in Deutschland. Im vergangenen Jahr hätte es endlich geklappt und die Kurse "haben auch echt viel gebracht". Besonders habe ihr die familiäre Atmosphäre während ihres Aufenthaltes gefallen. "Wir kannten das nette Küchenteam schon nach drei Tagen mit Namen", erzählte  sie lachend. 

Nach dieser persönlichen Vorstellung gab Henrike Brömstrup auf dem Fagott einige Kostenproben, darunter eine Sonate von Tellmann sowie einige Auszüge aus dem Programm, das zum Abschluss der Musiktage zusammen mit dem Sinfonieorchesters der Musikschule des Emslandes gespielt wurde. Begleitet wurde sie am Klavier von Irene Heck-Hachmer. Dafür gab es viel Applaus von den Schülern, die während der gesamten Stunde aufmerksam zugehört hatten.


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