Universitätsplatz festlich erleuchtet Stimmungsvoller Abschluss der Lingener Kinderbuchwoche

Die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Lingener Universitätsplatz wurde als Abschluss der Kinderbuchwoche eingeweiht. Foto: Caroline TheilingDie Weihnachtsbeleuchtung auf dem Lingener Universitätsplatz wurde als Abschluss der Kinderbuchwoche eingeweiht. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Mit einem stimmungsvollen Abschlussfest ist am Sonntagabend die 12. Lingener Kinderbuchwoche zu Ende gegangen. Sechs Tage haben Bücher, Geschichten und vieles was damit zu tun hat, großen Raum bei Kindern, Eltern, Erziehern und Lehrern eingenommen. Beteiligt waren unter anderem die Stadtbibliothek, die lokalen Büchereien, die Kunstschule und zahlreiche Schulen.

Obwohl die Räume der Kunstschule zurzeit renoviert werden, war sie am Sonntag maßgeblich an der Gestaltung des Kinderbuchfestes beteiligt. Kreative Mitmachaktionen gab es im  Zirkuszelt auf dem Universitätsplatz. Im Pavillon nebenan wurde Teig für Stockbrot am Lagerfeuer angeboten. Zwischendurch konnten sich die Kinder im Professorenhaus das Puppenspiel „Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte“ anschauen oder in der Stadtbibliothek an einer musikalischen Weltreise mit dem Duo Karibuni teilnehmen.

Stockbrot haben sich diese jungen Besucher am offenen Feuer bereitet. Foto: Caroline Theiling


Der Höhepunkt war aber die festliche Einweihung der Baumbeleuchtung der Kunstschule, die nach Totensonntag  jeden Tag den Universitätsplatz festlich erleuchten wird.  Es war schon komplett dunkel als gegen 17.30 Uhr die Mitglieder des TPZ als Walking Act von musikalischen Klängen begleitet stimmungsvoll auf den Universitätsplatz einzogen. Ihre Kostüme, Hula-Hoop-Reifen und andere Utensilien leuchteten mit vielen kleinen bunten Lämpchen. Für ihre Darbietung erhielten sie viel Applaus. 

Viel Applaus erhielten die Artisten des TPZ für ihre stimmungsvolle Einlage auf dem dunklen Universitätsplatz. Foto: Caroline Theiling

Unter dem Titel „Freundschaft, Kunst und Leben“ hatten etliche Schüler in der Kunstschule gemeinsam zu dem Thema „Freundschaftsbande- Freundschaftsbänder“ überdimensionale Freundschaftsbänder geknüpft und gestaltet und auf dem Universitätsplatz angebracht. Sie verbinden die Gebäude der Kultur- und Bildungseinrichtungen rund um den Platz.

Bunte Freundschaftsbänder, entstanden in der Kuntschule Lingen, schmücken zurzeit den Universitätsplatz. Foto: Caroline Theiling


Während der Kinderbuchwoche haben 19 Autoren in verschiedenen Grundschulen aus ihren Büchern vorgelesen. So waren Alexander Steffensmeier, der auch die Kinderbuchwoche eröffnet hatte, und Boris Pfeiffer zu Gast in der Wilhelm-Berning-Schule. Mäuschenstill war es als Steffensmeier dem Schulkindergarten, der ersten und zweiten Klasse von der Kuh Lieselotte vorlas. Ebenso  spannend erzählte und las Boris Pfeiffer für die  Schüler der  dritten und vierten Klassen aus seinem Werk „Das wilde Pack“. 

Mit von der Partie waren rund 50 Vorleser aus dem "öffentlichen Leben", die den Schulen den Mädchen und Jungen aus ihren persönlichen Lieblingsbüchern vortrugen. Dabei waren unter anderem einige Schulleiter von weiterführenden Schulen, aber auch der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hermann Kues, Stadtkämmerin Monika Schwegmann sowie die Bürgermeister Heinz Tellmann und Stefan Heskamp. Doch nicht nur in Schulen wurde gelesen. In der Sparkasse, im Vereinsheim von Olympia Laxten, im Centralkino und auf Franzis Ponyhof konnten die Kinder neue Geschichten und Abenteuer hören oder sogar sehen. 

"Wir haben in diesen wenigen Tagen rund 3000 Kinder und Erwachsene erreicht", zieht Josef Lüken, Leiter der Lingener Stadtbibliothek,  sichtlich zufrieden Bilanz. "Die Beteiligung bei den Lesungen war sehr gut  bis überwältigend",  berichtet er. So mussten in der Sparkasse wegen des großen Andrangs zu den  bereit gestellten Stühlen, weitere Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden. Dennoch blickt er auch mit einem kleinen weinenden Auge auf diese Veranstaltung, an der er jetzt zum 12. Mal mitgewirkt hat. Bei der nächsten Kinderbuchwoche in drei Jahren wird er dann bereits in Rente sein. 


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