Ein Hoch auf mehr als 200 Absolventen Institut für Management und Technik entlässt Akademiker in gesellschaftliche Verantwortung

3 - 2 - 1: Alle Hüten fliegen hoch!
Foto: Christiane Adam3 - 2 - 1: Alle Hüten fliegen hoch! Foto: Christiane Adam

Lingen. 95 Absolventen haben am Freitag im Theater an der Wilhelmshöhe die Hüte fliegen lassen: Das Institut für Management und Technik am Campus Lingen hat seine ehemaligen Studenten feierlich verabschiedet. Insgesamt waren es mehr als 200, die das Studium an diesem Institut der Hochschule Osnabrück erfolgreich beendet haben. Mit den am Freitag Anwesenden haben Studiendekan Michael Ryba, Ingmar Ickerott als Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik sowie Stefan Heskamp, Zweiter Bürgermeister der Stadt Lingen, Sigrid Kraujuttis, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit vom Landkreis Emsland und für den Landkreis Grafschaft Bentheim Gunda Gülker-Alsmeier (Leiterin des Fachbereichs Familie und Bildung), die Abgänger geehrt.

Das Motto der Feier lautete „ein Hoch auf uns“, und diesen Slogan aus dem Lied von Andreas Bourani spielte nicht nur die Band Five on the floor, die die Veranstaltung musikalisch untermalte, sondern das Institut für Management und Technik ließ sich selber einmal hochleben, indem es Erfolge, Pläne und aktuelle Projekte den Gästen im Theater vorstellte. So wurden unter anderem Ergebnisse einer Umfrage unter Ehemaligen und auch eines Workshops mit Studenten präsentiert: Ein bei beiden Erhebungen quasi gleichlautendes Resümee sei, dass die Nähe zu den Dozenten sehr prägend für das Studium in Lingen sei, ebenso wie die „kleine Größe“ der Stadt, die aber dennoch viele Freizeitmöglichkeiten bereithalte – beide Aspekte werden offenbar mit Vor- und auch Nachteilen bewertet. Interessiert am Ergebnis dieser Umfragen zeigte sich der Zweite Bürgermeister der Stadt.

Haltung

Wie ein roter Faden zog sich durch die Festreden der Wunsch, die erworbenen Fähigkeiten klug einzusetzen und Haltung zu zeigen. „Die Entscheidungskomplexität hat zugenommen“, wies etwa Ickerott auf die globalen Herausforderungen hin, die nur aufgrund von Fakten zu meistern sein würden. „Fakenews und Hassbotschaften entgegentreten – Sie können das“, meinte auch Gülker-Alsmeier. Als zweiter Tenor klang aus den Ansprachen der Regionalvertreter heraus, dass sie sich die Kompetenzen der „jungen klugen Menschen“ (Kraujuttis) vor Ort wünschen, um das Emsland (und ebenso die Grafschaft) voranzubringen.

Anpacken und abliefern

Weniger ernst, dafür launiger kamen die Ansprachen von Alexander Lutterbeck und Christian Jürgens daher. Ersterer wies auf die „freundliche Unterstützung von Koschi, Stone und Joker“ für das Studentenleben hin. Der Student meinte, man müsse nur in Lingen studieren „und schon macht man etwas Verrücktes“. Absolvent Jürgens sprach von Verantwortung, teils ernst, teils humorvoll, etwa, wenn er die Herausforderung des emsländischen Alkoholpegels ansprach: „Der hält sich nicht von alleine“. Aber eben auch ernst: „Lasst uns jetzt anpacken und richtig abliefern“, rief er seinen applaudierenden Kommilitonen zu.

Mörtelbrett für Zuhause

Jedem einzelnen anwesenden Absolventen wurde abschließend Ehre zuteil, indem das Thema der Abschlussarbeit von Professor Ryba verlesen und ein akademischer Hut, das sogenannte „Mörtelbrett“ verliehen wurde – übrigens erstmals zum mit nach Hause nehmen!

Die Besten unter den Guten: Anica Mertins (von links), Philipp Barz, Jonas Fleuth, Katharina Bandow und Jannik Herbers haben in ihrem jeweiligen Fachbereich die besten Abschlussnoten erreicht. Foto: Christiane Adam

Nejfe El-Abed aus Haren, Betriebswirtschaft und Management auf Bachelor

„Die familiäre Atmosphäre wird mir fehlen. Ich bin bereits Mutter von zwei Kindern, und ich habe so viel Unterstützung durch meine Kommilitonen, die Professoren und das Studierendensekretariat erfahren. Wenn zum Beispiel mal der Babysitter ausgefallen ist, durfte ich meinen sechsjährigen Sohn sogar mit in die Vorlesung nehmen. Das fand ich toll.“

Nejfe El-Abed fand die Atmosphäre familienfreundlich. Foto: Christiane Adam

Dennis Koop aus Lingen, allgemeiner Maschinenbau auf Bachelor

„Ganz ehrlich: Ich glaube, das morgendliche Ausschlafen werde ich vermissen, wenn ich demnächst einen Job habe. Aber ernsthaft: auch die Dozenten, die immer viel geholfen haben bei allen Anliegen.“

Dennis Koop wird die Leichtigkeit des Studentenlebens fehlen. Foto: Christiane Adam

Henning Grensemann aus Oldenburg, Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Energiewirtschaft auf Master

„Ich stehe schon im Berufsleben. Mir haben die theoretischen Inhalte viel gebracht. Was ich ideal fand, dass es hier in der Region so viele Ansprechpartner für mein Fachgebiet gibt, allein das Kernkraftwerk oder die Raffinerie haben branchenübergreifende Einblicke durch Exkursionen etc. ermöglicht.“

Die einschlägigen Kontakte zur örtlichen Wirtschaft haben Henning Grensemann viel geholfen beim Studium. Foto: Christiane Adam


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