Konzert in Lingen Beestener Schola beeindruckt mit Herz und Seele

Von Lea Masselink

Die Beestener Schola bekam bei ihrem Konzert in der St. Alexander-Kirche in Schepsdorf viel Applaus. Foto: Lea MasselinkDie Beestener Schola bekam bei ihrem Konzert in der St. Alexander-Kirche in Schepsdorf viel Applaus. Foto: Lea Masselink

Lingen. Ein modernes Chorkonzert, das zum Nachdenken über den eigenen Glauben anregte, konnten die Zuhörer der Beestener Schola in der St. Alexander Kirche in Schepsdorf genießen. Die Veranstaltung mit im Chorgewand und Bandbegleitung neu arrangierten Rock- und Popsongs stieß auf großen Anklang.

Die Abendmesse im Petersdom beehrte der Beestener Chor schon im Jahr 2000 und 2017 traten die Mitglieder im Rahmen des Luther-Pop-Oratoriums in der Emslandarena auf. Für das neue Projekt „Rock & Pop meets Church“ probten die um die 35 Sängerinnen und Sänger aller Altersklassen gemeinsam mit der vierköpfigen Band „Triowirvier“ etwa ein Jahr. 

Und dies hat sich mehr als gelohnt: Melancholische und fröhliche Songs wechseln sich in der Schepsdorfer Kirche ab. Allen gemein ist die Offenheit für Bezüge zum eigenen Glauben. Assoziationen der Originalinterpreten und ganz persönliche tragen Chormitglieder in Songankündigungen vor. So gestaltet sich der Nachmittag sehr kurzweilig und man spürt, dass jedes Mitglied der Beestener Schola mit Herz und Seele dabei ist.

Gleich beim zweiten Song erfüllt das charakteristische Gitarrenriff aus Queen’s „One Vision“ den Kirchenraum und reißt die Zuhörer mit. Die Botschaft, dass für Harmonie, Freundschaft, Gleichberechtigung und Frieden unter den Völkern eine „One Vision“ notwendig sei, kommt an. Im Refrain treten die Sopranstimmen hell hervor. Auch Stimmungen von Schwermut werden nicht ausgeklammert: Der in Anlehnung an den Anschlag auf das World Trade Center verfasste Song der US-Gruppe Green Day: „When September Ends“, wird eindrucksvoll präsentiert. 

Mit einer Interpretation von Tim Bendzkos Song „Leichtsinn“ animiert der Chor dazu, der Leichtigkeit im eigenen Leben wieder mehr Aufschwung zu verleihen. Sogar „Engel“ von Rammstein findet Eingang in das Set und wird in Gänze A Capalla vorgetragen. Das Publikum honoriert dies mit einem langen Applaus. 

Sarah Fübbeker übernimmt gekonnt Soloparts im Lied „Du bist das Licht“ von Gregor Meyle. Ebenso Elton Johns „Don’t Let The Sun Go Down“ und "Angels" von Robbie Williams werden interpretiert. Vor dem letzten Lied „Wünsch dir was“ der Toten Hosen appelliert Chormitglied Katrin Jörling daran, dass jeder an Veränderungen mitwirken kann: ”Wir alle, und dabei jeder Einzelne von uns, können die Erde zum Planeten der Liebe machen!“ 

Mit dieser Ankündigung für den letzten Song im Ohr, dessen mitreißendem Vortrag und der herzlichen Einladung von Chorleiterin Gaby Jansen, gerne wieder zu kommen, ist es nicht verwunderlich, dass der Nachmittag mit lauten Standing Ovations zu Ende geht.  

Wer die Beestener Schola verpasst hat oder sie noch einmal sehen möchte, hat am 8. Dezember zum sogenannten „Adventsvesper“ in der St. Servatius Kirche Beesten Gelegenheit dazu. 


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