Typisierungsaktion am Campus Lingen Kampf gegen den Blutkrebs: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein

ie organisieren gemeinsam die Typisierungsaktion am Campus Lingen  (von links): Britta Wils, Carolin Scheibel, Shana Kijas und  Michaela Domnick. Foto: Hochschule Osnabrückie organisieren gemeinsam die Typisierungsaktion am Campus Lingen (von links): Britta Wils, Carolin Scheibel, Shana Kijas und Michaela Domnick. Foto: Hochschule Osnabrück

Lingen. Studierende des Campus Lingen sagen dem Blutkrebs den Kampf an und starten eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Organisatorin der Veranstaltung ist Studentin Carolin Scheibel.

Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland laut einer Statistik der DKMS die Diagnose Blutkrebs. Jeder zehnte unter ihnen findet keinen passenden Spender, eine Quote, die Scheibel eindeutig zu hoch ist. Die gebürtige Hamburgerin studiert im dritten Semester des Masterstudiengangs Kommunikation und Management. 

Persönliches Anliegen

Der Kampf gegen den Blutkrebs ist ihr ein persönliches Anliegen: „Meinen Opa habe ich schon oft mit dem Krebs kämpfen sehen. Wenn man zumindest eine Form der Krankheit als Gesellschaft gemeinsam besiegen kann, dann sollte man diese Chance nutzen.“ Dass sie die Typisierungsaktion an der Hochschule organisiert, kommt nicht von ungefähr: „Das Emsland bezeichnet sich selbst als ’Anpacker-Region’ vielleicht ist da der Funke ein wenig übergesprungen. Als ich über soziale Medien auf eine Aktion des DKMS aufmerksam wurde, habe ich mich gleich registriert und auf der Website weiter geschaut, was man im Kampf gegen den Blutkrebs tun kann.“

Unterstützung von allen Seiten

Die Typisierungsaktion findet am 12. November auf dem Campus Lingen statt. Zwischen 11.30 und 16 Uhr können sich alle Interessierten im Gebäude KH als Stammzellenspender registrieren lassen. Zeitgleich findet die Blutspendenaktion der Fachschaft statt. „Die Fachschaft ist uns von Anfang an mit offenen Armen begegnet. Von ihr kam auch das Angebot, die Typisierung parallel zur Blutspende zu veranstalten. Auch die Mitarbeiter der Hochschule hatten sofort ein offenes Ohr für uns und unterstützen uns in allen Anliegen. Eine solche Hilfe an einem Campus ist schon etwas ganz Besonderes. Ohne Unterstützung hätte ich die Aktion niemals organisieren können. In meinem Studiengang sind wir im Laufe des vergangenen Jahres zu einem engen Verbund zusammengerückt – da war Hilfe schnell gefunden“, sagt Scheibel über die Organisation der Veranstaltung.

Einfache Registrierung

Der Registrierungsprozess ist sehr simpel und dauert nur knapp fünf Minuten: Jeder Spender füllt ein Formular aus und macht mithilfe eines Wattestäbchens einen Wangenabstrich. Nach der Registrierung stehen die Gewebemerkmale für die Suche von Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung. Sollte es zu einer Übereinstimmung kommen, nimmt die DKMS Kontakt mit dem Spender auf. Teilnehmen kann jeder gesunde Mensch im Alter von 17 bis 55 Jahren, der nicht bereits bei der DKMS oder in einer anderen Datei registriert ist. „Einfacher kann man kein Lebensretter werden: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“, sagt Scheibel.


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