"Aktiv einmischen" Initiative Seebrücke fordert Stadt Lingen zum Handeln auf

Mehrfach gab es Demos in Lingen von Unterstützern der Initiative Seebrücke. Foto: Wilfried RoggendorfMehrfach gab es Demos in Lingen von Unterstützern der Initiative Seebrücke. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Lingen soll sich für für eine menschenwürdige Migrationspolitik einsetzten. Das fordert die Initiative Seebrücke in einer Pressemitteilung. Die Initiative freue sich sehr, dass dem Antrag „Lingen als sicheren Hafen“ am 24. Oktober einstimmig zugestimmt wurde. Doch jetzt gelte es dem Beschluss Taten folgen zu lassen.

Lingen ist nun neben 113 Städten deutschlandweit und 23 Städten in Niedersachen „Sicherer Hafen“, heißt es in der Mitteilung. Die Initiative verweist auf das Rettungsschiff Open Vikings von SOS Mediterranée und Ärzte ohne Grenzen, das seit mehreren Tagen mit 104 Menschen an Bord, ohne die Erlaubnis in einem italienischen Hafen anzulegen, ausharren muss. Dies zeige umso mehr, dass es wichtig bleibt, den Druck aus der Zivilgesellschaft und den Kommunen aufrecht zu erhalten, denn ohne dies hätten sich Politiker wie Seehofer nicht so positioniert wie geschehen.

Um den positiven Beschluss des Stadtrates Taten folgen zu lassen, könne sich die Stadt im besten Falle dem Bündnis "Sichere Häfen" anschließen, um gemeinsam mit anderen aktiven Sicheren Häfen-Städten  umzusetzen, wofür der Stadtrat gestimmt hat.

Auf Landes- und Kommunalebene könne sich Lingen für den Ausbau von Aufnahmeprogrammen einsetzen, sowie auch gewährleisten, dass Menschen auf der Flucht weiterhin ankommen können. Angebote von SKM, dem Freiwilligenzentrum oder der AWO setzten sich für ein langfristiges Ankommen und Bleiben von geflüchteten Menschen ein. Dies müsse unbedingt beibehalten und ausgebaut werden.

"Es geht darum, uns jetzt gemeinsam aktiv für eine menschenwürdige Migrationspolitik auf Bundes- und europäischer Ebene einsetzen. Lingen als Kommune kann sich eben in diese Politik einmischen und geht in dieser Richtung einen ersten Schritt als sicheren Hafen,"betont die Initiative Seebrücke abschließend.


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