Unterstützung vom Kreisverband der Grünen 40 Initiativen rufen zu Anti-Atom-Demo am Samstag in Lingen auf

Der Kreisverband der Grünen im Emsland unterstützt den Demonstrationsaufruf der AtomkraftgegnerInnen im Emsland „Atom und Kohle die rote Karte zeigen!“ Foto: Peter Blauert)Der Kreisverband der Grünen im Emsland unterstützt den Demonstrationsaufruf der AtomkraftgegnerInnen im Emsland „Atom und Kohle die rote Karte zeigen!“ Foto: Peter Blauert)

Lingen. Rund 40 Initiativen und Verbände rufen für Samstag, 26. Oktober, zu einer überregionalen Anti-Atom-Demonstration in Lingen auf. Organisiert wird sie von Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Weser-Ems-Gebiet sowie aus dem Münsterland. Unterstützt wird die Demo vom Kreisverband der Grünen im Emsland.

Start ist um 12 Uhr mit einer Kundgebung am Bahnhof und führt von dort durch die Innenstadt. Unter dem Motto "Atom und Kohle die rote Karte zeigen" stehen die Forderung nach einer sofortigen Stilllegung des Atomkraftwerkes und der Brennelementefabrik in Lingen sowie der Urananreicherungsanlage im benachbarten Gronau zusammen mit einer kohlefreien Energiewende im Vordergrund. Es seien bereits Sonderbusse aus Aachen und dem Wendland angekündigt. Nach Angaben der Initiativen würden auch Atomkraftgegner aus den Niederlanden und Belgien erwartet.

Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) betonte in einer Pressemitteilung die bundesweite und internationale Bedeutung der Uranfabriken in Lingen und Gronau: "Von diesen beiden Atomstandorten werden nach wie vor zahlreiche Atomkraftwerke weltweit mit angereichertem Uran und mit Brennelementen beliefert, darunter Tihange und Doel in Belgien, aber auch Borssele in den Niederlanden. Diese Exporte an alternde Risikoreaktoren nehmen wir nicht hin. Wir freuen uns, dass Samstag auch Atomkraftgegner aus den Niederlanden und Belgien anreisen werden." 

Auch Bündnis 90/Die Grünen im Kreisverband Emsland unterstützen die Anti-Atom-Demonstration am Samstag. „Der Ausstieg aus der Stromerzeugung mit Atom- und Kohlekraftwerken ist eine Forderung der Initiatoren der Demonstration am  Samstag in Lingen, die wir voll unterstützen,“ wird Peter Blauert, Sprecher des Ortsverbandes Emsland-Süd von Bündnis 90 / Die Grünen in einer Pressemitteilung zitiert. Auch der Kreisvorstand der Grünen im Emsland unterstützt den Aufruf, hinter dem zahlreiche Initiativen aus Nordwestdeutschland stehen. Die aktuelle Diskussion über den Klimawandel zeige die Notwendigkeit, erneuerbare statt fossile Energiequellen zu nutzen. Atomstrom habe insgesamt zwar eine nicht so schlechte Ökobilanz wie Strom aus Kohle, die Erzeugung ist aber hochgefährlich. So sei es konsequent, nicht nur die Kernkraftwerke abzuschalten, sondern die gesamte Kette der Atomstromerzeugung einschließlich der Brennelementefabrik in Lingen still zulegen. „Dies ist insbesondere nötig, weil von Lingen aus auch Kernkraftwerke in Belgien beliefert werden, die als höchst unsicher gelten,“  ist Peter Blauert überzeugt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN