Anträge online stellen Lingener Rathaus plant Digitalisierung des Bürgerbüros

Von Schila Khosravi Kamrani

Lingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen freut sich, dass demnächst noch mehr Dienstleistungen des Bürgerbüres auch online zur Verfügung stehen. Foto: Wilfried RoggendorfLingens Erster Stadtrat Stefan Altmeppen freut sich, dass demnächst noch mehr Dienstleistungen des Bürgerbüres auch online zur Verfügung stehen. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Mit dem Programm "OpenR@thaus" schneller und bequem von zuhause aus die Leistungen des Bürgerbüros in Anspruch nehmen: Bürger der Stadt Lingen können dies demnächst. Erster Stadtrat Stefan Altmeppen erklärte jetzt, welche Leistungen das sind und ab wann sie online zur Verfügung gestellt werden sollen.

Über "OpenR@thaus" können verschiedene Dienstleistungen genutzt werden. "In der heutigen Zeit ist die Digitalisierung immer wichtiger geworden", begründete Altmeppen die Einführung des Programmes bei der Lingener Stadtverwaltung. Das Programm werde nicht nur von der Stadt Lingen eingeführt, sondern auch vom  Landkreis Emsland und allen Kommunen des Landkreises. Einer der Kommunen, Sögel, nutze dies schon. Der Vorteil für die emsländischen Bürger sei, dass diese sich nur einmal Anmelden bräuchten, um Dienstleistungen sowohl des Landkreises als auch der Kommunen in Anspruch zu nehmen. "Ich bin sehr froh darüber, dass wir im Landkreis Emsland eine einheitliche Lösung gefunden haben, statt verschiedener Insellösungen", sagte Altmeppen.

Verschiedene weitere Dienstleistungen

Bisher könnten die Lingener diverse Dienstleistungen wie Smart Parking, die Anmeldung von Kindern in der Kita und den Kauf von Theaterkarten online nutzen. "Bis zum Jahresende 2019 wird es die Möglichkeit geben, sich online bei der Stadt Lingen auf Stellen zu bewerben", kündigte Altmeppen an. Dieses Angebot solle durch "OpenR@thaus" deutlich erweitert werden, sagte Altmeppen. Im ersten Schritt biete dieses Programm verschiedene weitere Dienstleistungen an. Darunter fielen beispielsweise die Hundesteueranmeldung, Gewerbean- und -abmeldung, Meldebescheinigungen, Personenstandsurkunden und Briefwahlanträge.

Altmeppen: Datensicherheit gewährleistet

"Ein Team wird sich um die Themen Datenschutz und Datensicherheit kümmern", versicherte Altmeppen. Er fügte hinzu, dass Datenschutz und Datensicherheit auf jeden Fall gewährleistet würden. Für den Anfang reiche es aus, wenn sich die Lingener Bürger mit einem Benutzernamen sowie einem Passwort anmelden würden. Es werde noch geprüft, ob dies so bleiben werde, wenn das Programm "OpenR@thaus" in weiteren Schritten erweitert werde.

Entwicklung zur elektronischen Urkunde

Online beantragte Urkunden würden für das erste auf dem Postweg verschickt. Ein Grund sei laut Altmeppen, dass noch nicht jede Stelle, bei der ein Bürger eine Urkunde vorlegen müsse, diese in elektronischer Form akzeptieren würde. "Die langfristige Entwicklung wird in Richtung elektronischer Urkunde gehen", vermutete Lingens Erster Stadtrat. Starten solle das Programm "OpenR@thaus" in Lingen Ende 2019/Anfang 2020. "Ziel ist es, bis 2022, die meisten öffentlichen Dienstleistungen online für die Bürger verfügbar zu machen", erklärte Altmeppen.

Bürgerbüro und Ortsverwaltungen geschlossen

Eine Voraussetzung für die Einführung von "OpenR@thaus" sei die Umstellung auf ein neues Meldeprogramm bei der Stadtverwaltung. Daher würden vom 21. bis 23. Oktober, das Bürgerbüro sowie die Ortsverwaltungen geschlossen bleiben. "Weiterhin werden alle Dienstleistungen wie in bisheriger Form zur Verfügung bleiben", versprach der Erste Stadtrat allen Lingener Bürgern, die lieber analog als digital mit der Stadtverwaltung verkehren möchten.


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