Andreas Eiynck spricht am Sonntag vor Ort 174 Jahre Wilhelmshöhe in Lingen

Die Wilhelmshöhe in Lingen war schon immer ein geschichtsträchtiger Ort. Foto: Stadtarchiv LingenDie Wilhelmshöhe in Lingen war schon immer ein geschichtsträchtiger Ort. Foto: Stadtarchiv Lingen

Lingen. Der Heimatverein Lingen lädt am Sonntag, 13. Oktober, um 15 Uhr zu einem Ortstermin mit Bildervorträgen mit dem Leiter des Emslandmuseums, Andreas Eiynck und dem Architekten Jürgen Krieger auf "die Wilhelmshöhe" ein. Der Eintritt beträgt zehn Euro,einschließlich Kaffee und Kuchen.

Die Wilhelmshöhe in Lingen erstrahlt in neuem Glanz. Foto: Richard Heskamp

Laut Pressemitteilung des Heimatvereins berichtet Eiynck in seinem Vortrag mit vielen Bildern über 174 Jahre Entwicklung der Wilhelmshöhe als kulturelles und gesellschaftliches Zentrum für Lingen und das Emsland. Mit der Wilhelmhöhe verbinden fast alle Lingener viele gemeinsame Erinnerungen, sei es an die Feste der Bürgerschützen und Kivelinge oder an die Abschlussbälle der Tanzkurse. Zahlreiche Vereine nutzten das Gebäude als Veranstaltungsort. So fand hier 1963 auch die Gründung des Lingener Heimatvereins statt. Zahlreiche Konzerte, Liederabende und Theaterstücke wurden im großen Saal aufgeführt. Auch die Kommune nutzte die Wilhelmhöhe für städtische Veranstaltungen, zum Beispiel für die 600-Jahrfeier im September 1928. 

Geschichte beginnt mit Wilhelm Hungelmann

Die eigentliche Geschichte der Wilhelmshöhe begann 1845. Der aus einer wohlhabenden Lingener Bürgerfamilie stammende Wilhelm Hungelmann erwarb 1844 das Grundstück am Mühlenbach und errichtete ein Jahr später auf einem Hügel ein einstöckiges Gesellschaftsgebäude mit Gastwirtschaft und Clubzimmer. Nach einem Brand wurde die Wilhelmhöhe wieder aufgebaut und erweitert. Im Laufe der Zeit entstanden der große Saal, ein Schießstand, eine Kegelbahn und der Musikpavillon. 1925 kam Heinrich Essmann als neuer Pächter auf die Wilhelmshöhe. Die Ära Essmann währte fast ein halbes Jahrhundert.

im Jahr 1928 wurde das 100-jährige Jubiläum der Wilhelmshöhe in Lingen gefeiert. Foto: Stadtarchiv Lingen

In den letzten Jahren verlor die Wilhelmshöhe an Bedeutung. Ohne den Trägerverein unter dem Vorsitzenden Thomas Diepenbrock wäre dieses zentrale Stück Lingener Stadtgeschichte wohl dem Abriss anheimgefallen. Aber erst durch die großzügige Spende von Eva Essmann konnte das altehrwürdige Gebäude in diesem Jahr zu neuem Leben erweckt werden. "Dem Architekten Jürgen Krieger ist es gelungen, Tradition und Moderne in außergewöhnlicher Weise zu verbinden", heißt es in der Pressemitteilung. Jürgen Krieger wird den Besuchern an diesem Nachmittag das grundlegend renovierte und erweiterte Gebäude vorstellen. 


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