Zeitgenössische Tanz-Darbietung Politisches Statement zum Thema „Flucht und Freiheit" mit #JeSuis

Von pm

Mit dem britischen Tanz-Ensemble  #JeSuis erlebt das Lingener Theaterpublikum einen großartigen Ballettabend, zeitgenössischen Tanz als ein politisches Statement zum Thema "Flucht und Freiheit". Foto: Sean GoldthorpeMit dem britischen Tanz-Ensemble #JeSuis erlebt das Lingener Theaterpublikum einen großartigen Ballettabend, zeitgenössischen Tanz als ein politisches Statement zum Thema "Flucht und Freiheit". Foto: Sean Goldthorpe

Lingen. Die Tanzperformance #JeSuis gastiert am Donnerstag, 31. Oktober, um 20 Uhr im Lingener Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen.

Das  britische Tanz-Ensemble #JeSuis präsentiert eine Performance, aus der es kein Entrinnen geben wird Alles begann als Gespräch mit außergewöhnlichen jungen Tänzern darüber, wie es ist, in der Türkei zu leben, und bekam sehr schnell eine universelle Dimension. In seiner Vollendung ist #JeSuis eine zeitgenössische Tanzproduktion des britischen Choreografen Aakash Odedra, die sich den Geschichten der Menschen widmet, die in den Schlagzeilen der Zeitungen und Internetseiten nicht erzählt wurden. 

Heimatlos

Die Vergangenheit dieser Menschen ist ausgelöscht, in der Gegenwart sind sie heimatlos und in der Zukunft gefährdet. Ob im Gefängnis, in einem Flüchtlingslager oder in einem Haus mit zugezogenen Vorhängen, ob es um ihre Bewegungsfreiheit, ihre Rede-, Religions- oder persönliche Freiheit geht oder auch das Recht zu heiraten, zu lieben, zu lernen und zu protestieren – diese Show wurde gemacht, um sie zu unterstützen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet #JeSuis  ‚Ich bin‘, in dieser Produktion aber auch: ‚Ich existiere‘ und ‚Ich bin nicht egal‘.

Flüchtlingsdasein

Was bei dieser Performance ins Mark trifft, ist der unerhörte Durchsetzungswille und die Widerstandskraft gestrandeter Menschen, die verzweifelt danach streben, Gehör zu finden. In einer Reihe klug verwobener, zugleich wunderschöner und erbarmungsloser Tanzszenen und Bilder zeigt „#JeSuis“ die Hoffnungslosigkeit, die Einsamkeit, die Gefahren, die Demütigung und das Stigma des Flüchtlingsdaseins. Die hochgradige Intensität des Stoffes gepaart mit der Leidenschaftlichkeit der Tänzer ergibt ein äußerst durchdachtes und höchst einfallsreich strukturiertes Stück, das bis zum Schluss eine ungeheure Spannung erzeugt. Im Jahr 2017 wurde diese Performance mit dem Amnesty International Freedom Award of Expression ausgezeichnet.

Eintrittskarten gibt es zum Preis von 21  bis 26 Euro (ermäßigt zu 10,50  und 11,75 Euro) in der Tourist-Info der LWT, telefonisch unter 0591/ 9144-144, online unter www.lingen.de und an der Abendkasse.


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