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30.09.2019, 12:45 Uhr PLAN DER AWO IN LINGEN

Selbsthilfegruppe Demenz kann die Last teilen

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Foto: Shutterstock/Orawan PattarawimonFoto: Shutterstock/Orawan Pattarawimon

Lingen. Was es bedeutet, einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu betreuen, kann nur der in seinen ganzen Ausmaßen ermessen, der wirklich davon betroffen ist.

Der miterleben und erleiden muss, wie sich ein lieber Mensch immer weiter geistig von einem entfernt, sich verändert, mitunter auch Gefahren im Alltagsleben heraufbeschwört. Vor diesem Hintergrund kann die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Angehörige, wie sie nun die AWO in Lingen plant, sicher ein weiterer Beitrag zur Unterstützung Betroffener sein.

Dies macht seit vielen Jahren bereits das Demenz-Servicecentrum des Landkreises, das im Emsland ein Netzwerk zur Beratung von Erkrankten und deren Angehörigen geflochten hat. Eine Selbsthilfegruppe der AWO, die dem direkten Austausch Betroffener untereinander dient, die einen Raum zum Zuhören anbietet, vielleicht auch zum "Dampfablassen", wenn sich Vieles angestaunt hat, kann als Teil dieses Netzwerkes das vorhandene Angebot sinnvoll ergänzen. 

Die Last der Verantwortung, der Sorge, kann den Angehörigen von Demenzkranken niemand nehmen. Aber deren Last ein wenig teilen oder auch mindern, durch Zuhören zum Beispiel, das geht schon.


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