Fühner: Keine Spaßveranstaltung Erste Vorschläge im Lingener "Klima World Café

Florian Schlomka von der Bezirksförsterei Elbergen (links) stand als Experte beim ersten "Klima World Café", das Vertreter der CDU und der Jungen Union im Wasserturm in Lingen organisiert hatten, zur Verfügung. Foto: CDUFlorian Schlomka von der Bezirksförsterei Elbergen (links) stand als Experte beim ersten "Klima World Café", das Vertreter der CDU und der Jungen Union im Wasserturm in Lingen organisiert hatten, zur Verfügung. Foto: CDU

Lingen. Die CDU-Abgeordneten Christian Fühner und Albert Stegemann und die Junge Union Lingen haben Jugendliche und junge Erwachsene zu einem Klima World Café eingladen, um über Forderungen und Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz zu diskutieren.

Über 30 junge Menschen, darunter Schülerinnen und Schüler, Studierende und Berufstätige, waren nach Angaben der CDU der Einladung in den Wasserturm an der Lingener Kaiserstraße gefolgt. Unterstützt wurden sie durch drei Experten, die den Jugendlichen inhaltliche Grundlagen für die Diskussion gaben und an verschiedenen Thementischen die Gespräche moderierten. Hierzu begrüßten die Politiker Ulrich Witte, ehemaliger Abteilungsleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Bernward Rusche vom Naturschutzbund (NABU) Emsland-Süd, und Florian Schlomka von der Bezirksförsterei Elbergen. 

 „Das hier soll keine Spaßveranstaltung sein, wir wollen Ergebnisse mitnehmen", betonte Fühner der Mitteilung zufolge Er wolle sich stärker für den Umwelt- und Klimaschutz einsetzen und Forderungen mit nach Hannover nehmen, aber auch vor Ort aktiv werden. Der Umwelt- und Klimaschutz müsse fester Bestandteil in der Politik werden.

Experten eingeladen

In drei rotierenden Gruppen wurde anschließend jeweils 20 Minuten zu den Themen Konsum, Artenvielfalt und Naturschutz sowie Waldsterben debattiert. Nach einem kurzen Impuls der moderierenden Experten stiegen die Jugendlichen in Diskussionen ein und debattierten engagiert, so die CDU. Es sei schwer gewesen, die angesetzten 20 Minuten pro Thema einzuhalten. „Ich fand es toll, dass Experten bei uns am Tisch saßen, die Input geben konnten, wenn wir mal nicht weiter wussten, oder uns gestoppt haben, wenn wir keine wissenschaftliche Basis mehr hatten.“, so Theresa Höke, eine der Diskussionsteilnehmer.

Am Ende konnten die Politiker auf einen dreiseitigen Forderungskatalog blicken. Dieser reichte von der Einführung eines Kaffeebecher-Pfandsystems in Lingen über den Ausbau des Radwegenetzes und des öffentlichen Personennahverkehrs bis zu innovativen Nisthilfen für Insekten und Baumpflanzaktionen. Ebenso sprachen sich die Jugendlichen dafür aus, dass mehr über Klima- und Umweltschutz aufgeklärt werden müsse und bestehende Projekte stärker beworben werden sollten. Oftmals würden verlässliche Informationen und nötiges Verständnis für Umweltschutz in der Bevölkerung fehlen. Bürger seien zwar erste Ansprechpartner, ebenso müssten aber auch Politik und Wirtschaft in die Pflicht genommen werden.

Die beiden Abgeordneten zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung und nahmen die Forderungen entgegen. Ebenso wiesen sie aber auch darauf hin, dass sie sich bei der nächsten Veranstaltung über noch mehr interessierte Jugendliche freuen würden.


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