Ausstellung im Rathaus eröffnet Bilder steigern Vorfreude auf das Puppenfestival in Lingen

Einen Vorgeschmack auf das  Fest der Puppen macht die Foto-Ausstellung im Lingener Rathaus, die am Dienstag im Beisein von Oberbürgermeister Dieter Krone, Heiner Schepers, Susanna Poldauf und Nils Hanraets (von links) eröffnet wurde. Foto: Caroline TheilingEinen Vorgeschmack auf das Fest der Puppen macht die Foto-Ausstellung im Lingener Rathaus, die am Dienstag im Beisein von Oberbürgermeister Dieter Krone, Heiner Schepers, Susanna Poldauf und Nils Hanraets (von links) eröffnet wurde. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Fest der Puppen vom 13. bis 18. September in Lingen gibt jetzt eine Ausstellung, die am Dienstag im Lingener Rathaus eröffnet worden ist. Zu sehen sind großformatige Fotos von der Fotografin Benita Suchodrev. Weitere Bilder der Künstlerin sind im Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe zu sehen.

"Wir können hier bald hautnah erleben, wie uns die Puppen inspirieren können",  sagte Oberbürgermeister Dieter Krone bei der Eröffnung. Er sei stolz, dass man in Lingen schon seit mehr als 30 Jahren so etwas Außergewöhnliches erleben kann. Sein Dank galt Heiner Schepers, dem künstlerischen Leiter des Festes der Puppen. Aber auch das TPZ habe maßgeblich dazu beigetragen, dass das Festival ab Freitag durchgeführt werden kann.

Bei einem Rundgang gab Susanna Poldauf (zweite von rechts) Erläuterungen zu den Fotos. Foto: Caroline Theiling

Der Leiter des TPZ, Nils Hanraets, betonte während der Eröffnung: "Ich bin sehr froh, dass hier in Lingen nur die Puppen am seidenen Faden hängen, nicht aber Kunst und Kultur." Für ihn ist diese Foto-Ausstellung eine Art Vorpremiere für das am Freitag beginnende Fest der Puppen.

Großen Respekt sollte Sabina Poldauf den Verantwortlichen des Puppen-Festivals, eine solche Veranstaltung über so viele Jahre am Leben zu erhalten. Sie ist Dozenten an der  Ernst Busch Hochschule für Zeitgenössisches Puppenspiel in Berlin. Zusammen mit Studierenden hat sie diese Ausstellung initiiert. In der Fotografin Benita Suchodrev fand sie eine Künstlerin, die sonst mit Puppenspiel nichts zu tun hat und daher einen neutralen Blick auf das Geschehen hat. Es fand ein regelrechtes Fotoshooting mit zahlreichen Requisiten statt erzählte Poldauf bei der Eröffnung. Auf manchen Fotos scheinen die Studierenden selbst zur Puppe zu werden, andere wiederum stehen im engen Kontakt zu der Figur oder dem Objekt, mit dem dem der Moment inszeniert ist. So entstanden keine Schnappschüsse, sondern Bilder, die Personen abbilden, die Leidenschaft und eine innige Beziehung zu ihren Objekten zeigen.Obwohl jede Szene nur ein eingefrorener Moment ist, erscheinen die ausgestellten Werke lebendig. Viele dieser Aufnahmen lassen vielfältige Interpretationen zu. 

„Bei uns wird eine ’offene Spielweise’ gelehrt“, machte Poldauf deutlich. Das heißt die Spieler bleiben auch bei der Aufführung sichtbar. 

Die Ausstellung ist noch bis 26. September in Lingen zu sehen. Anschließend werden die Werke zunächst in Gelsenkirchen und dann in Dresden gezeigt.


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