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10.09.2019, 11:21 Uhr WEITERE SCHRITTE NOTWENDIG

Pflegeausbildung: Hohe Zahl überrascht und erfreut zugleich

Ein Kommentar von Thomas Pertz


Vielfältig sind die Aufgaben in der Pflege. Foto: Oliver Berg/dpaVielfältig sind die Aufgaben in der Pflege. Foto: Oliver Berg/dpa

Lingen . Die hohe Zahl an Auszubildenden in der Pflege, die an der Akademie St. Franziskus in Lingen gestartet sind, überrascht und erfreut zugleich.

Sie überrascht, weil der anspruchsvolle Beruf in der Öffentlichkeit aktuell zumeist mit Überschriften wie „Pflegenotstand“ und „Pflegekrise“ verbunden wird. Und die hohe Zahl erfreut, weil sie deutlich macht, dass in der Region viele junge Menschen mitbringen, was für diese Aufgabe unerlässlich ist: Empathie und echtes Interesse am Menschen. 

Die jungen Leute finden in der Akademie St. Franziskus eine optimale Lernumgebung vor, die sie fördern und fordern wird. Und damit optimal vorbereiten auf das spätere Berufsleben. Dies allein wird aber nicht ausreichen, damit der Berufseinstieg nicht nach kurzer Zeit schon wieder zum Ausstieg wird.

 Die politisch Verantwortlichen müssen weiter an den Rahmenbedingungen arbeiten. Die Reform der Pflegeausbildung ab 2020, die die Trennung in der Ausbildung von Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflegern aufhebt und mehr Flexibilität bei der Entscheidung für eine Berufsrichtung in der Pflege ermöglicht, ist ein Anfang. Mehr aber auch nicht.


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