75 neue Buslotsen im Altkreis Lingen Schüler lernen richtiges Verhalten am Bus und Deeskalation

75 Schülerinnen und Schüler aus neunten Klassen verschiedener Schulen im Altkreis Lingen haben jetzt ein Diplom und einen Buslotsenausweis erhalten.  Foto Polizei75 Schülerinnen und Schüler aus neunten Klassen verschiedener Schulen im Altkreis Lingen haben jetzt ein Diplom und einen Buslotsenausweis erhalten. Foto Polizei

Lingen. 75 Schülerinnen und Schüler aus neunten Klassen verschiedener Schulen im Altkreis Lingen haben jetzt ein Diplom und einen Buslotsenausweis erhalten. Dafür mussten sich die Jugendlichen zuvor in verschiedenen Bereichen ausbilden lassen.

Wie die Polizei mitteilte, hat sie gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Verkehrsgemeinschaft Emsland und der Verkehrswacht Lingen die neuen Buslotsinnen und Buslotsen in ihre neue Aufgabe eingewiesen. 

Wer kann Busloste werden? Laut Mitteilung können sich Neuntklässler, die selbst Busfahrschüler im Altkreis Lingen sind, mit Zustimmung der Eltern und der Klassenlehrer ausbilden lassen. Sie unterstützen die Busfahrer bei ihrer täglichen Arbeit, sind Vermittler in Konflikt- und Ersthelfer in Notfallsituationen.

Ansprechpartner für alle Fahrgäste

Teamfähigkeit und Einsatzbereitschaft genießen dabei oberste Priorität. Buslotsen sind Ansprechpartner für alle Fahrgäste. Gerade aber im Schulbusbetrieb sind sie eine wertvolle Ergänzung für den Busfahrer. So sorgen sie zum Beispiel für ein geregeltes Einsteigen an den Bushaltestellen. An einem zentralen Ausbildungstag in Lingen, wurden  die Grundlagen für die Buslotsentätigkeit vermittelt. Neben Busregeln stehen wichtige Beschilderungen im Bus und das Verhalten in Notfallsituationen im Fokus. 

Die praktische Ausbildung behandelt Themen wie, das Verhalten an der Bushaltestelle, den toten Winkel, das Verhalten in Notfallsituationen, Erste-Hilfe und Technikschulungen. Die teilnehmenden Schulen stellen jeweils einen festen Ansprechpartner sowie eine Lehrkraft für die Buslotsenausbildung. Ein zentraler Ausbildungspunkt ist auch das Deeskalationstraining. Die Lehrkräfte trainieren das Verhalten in Konfliktsituationen dabei direkt mit ihren Schülern. 

Gelerntes anwenden

In einem abschließend simulierten Verkehrsunfall konnten die neuen Lotsen das Gelernte direkt in die Tat umsetzen. Aufgaben wie das Öffnen der Bustür mittels Nothahn, das Löschen eines Brandes und die Erstversorgung der Verletzten, mussten dabei bewältigt werden. Bei der Ersten-Hilfe-Einheit leistete ausgebildetes Rettungspersonal den angehenden Buslotsen Hilfestellung. Die Leiterin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon, dankte den jungen Ehrenamtlichen und dem gesamten Ausbildungsteam herzlich für ihr Engagement und die geleistete Arbeit.


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