Preisverleihung als Krönung Freiwilligen- und Jugendfreizeittag zeigt Vielfalt des Ehrenamtes in Lingen

500 Euro sind für den ersten Platz des Kinder- und Jugenförderpreises am Sonntag von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) beim Freiwilligen- und Jugendfreizeittag vergeben worden. Die Gewinnerin, Sina Tiemann, konnte selbst nicht dabei sein. Für sie freuten sich Bernhard Albers, Stadtbeauftragter Malteser Lingen (von links), sowie ihr Familie: Lutz, Sandra und Lara Tiemann. Foto: Jessica Lehbrink500 Euro sind für den ersten Platz des Kinder- und Jugenförderpreises am Sonntag von Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone (rechts) beim Freiwilligen- und Jugendfreizeittag vergeben worden. Die Gewinnerin, Sina Tiemann, konnte selbst nicht dabei sein. Für sie freuten sich Bernhard Albers, Stadtbeauftragter Malteser Lingen (von links), sowie ihr Familie: Lutz, Sandra und Lara Tiemann. Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Zahlreiche Vereine, Organisationen und Clubs haben am Lingener Freiwilligen- und Jugendfreizeittag den Besuchern ihre ehrenamtliche Arbeit nähergebracht. Krönung war die Übergabe des Kinder- und Jugendförderpreises. 14 Gruppen waren für den Preis nominiert.

Vor dem Historischen Rathaus war viel los, vor allem viele junge Lingener waren gekommen. Kein Wunder, denn schließlich ging es am Sonntag auch um sie. Der Freiwilligen- und Jugendfreizeittag dient nicht nur dazu, um den Ehrenamtlichen in Lingen einmal Danke zu sagen, er soll vor allem die Vielfalt der freiwillig betreuten Aktivitäten für Kinder und Jugendlichen hervorheben – und davon gibt es Lingen eine Menge. Unter anderem der SKM, SoVD, SKF, das Jugend-Musik-Kolleg und viele weitere stellten ihre ehrenamtliche Arbeit vor.

Ehrenamt macht Dienstleistungen menschlich

Die Bedeutung des Ehrenamtes ist in Lingen wie im gesamten Emsland hoch. Dies verdeutlichte der Vorsitzende des Freiwilligenzentrums in Lingen, Heinz Rolfes. In seiner Begrüßungsrede hob er hervor, dass insbesondere die Menschen im Ehrenamt die Dienstleistungen in Lingen erst menschlich machen würden und es mehr brauche als eine Verwaltung. Diesen Worten schlossen sich Pastorin Verena Hoff-Nordbeck und Diakon Ulrich Lehmann an.

Was Einsatz für die Stadt Lingen und insbesondere für die Bürger der Stadt, die Mitmenschen, bedeutet, das wurde dann vor allem auf der Bühne deutlich. Dort präsentierte sich das Musical-Projekt der Stadt Lingen mit ihrem Programm „The greatest show“ und zauberte damit den Besuchern mit Musik und Tanz ein Lächeln in die Gesichter.


Höhepunkt jedoch war die Preisverleihung des Kinder- und Jugendförderpreises, auf dessen Verleihung die 14 nominierten Gruppen und Einzelpersonen schon gespannt warteten. Schließlich wurden die ersten drei Gruppen auch mit einem Fördergeld in Höhe von 1000 Euro für ihre freiwillige Arbeit belohnt.

Damit es anderen Menschen besser geht

„Rat und Verwaltung haben es sich mit der Entscheidung für die Gewinner nicht einfach gemacht“, sagte Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone, der als Schirmherr der Veranstaltung die Laudatio für den ersten Preisträger übernahm. Zuvor betonte aber auch er die Wichtigkeit der Veranstaltung und des Freiwilligendienstes im Allgemeinen: „Dass allein diese Veranstaltung so gut funktioniert, ist auch ein Werk der Ehrenamtlichen. Ehrenamt bedeutet auch, dass man etwas zurückbekommt.“ Als Freiwilliger sei man ein Rädchen in einem Geflecht, das dazu beitrage, dass sich andere Menschen besser fühlen. „Lassen Sie sich von diesem Tag inspirieren, und vielleicht stehen auch Sie dann im nächsten Jahr hier und haben dazu beigetragen, dass sich andere Menschen wegen Ihnen besser fühlen“, appellierte er an die Besucher.

Berichte aus der Praxis

In drei Bewerberrunden bekamen die Gruppen und Einzelpersonen dann Schlüsselworte von Marie Lübbering, Vorstandsmitglied des Kinder- Jungendparlamentes (KiJuPa) sowie von Tanja Günther, Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings. Diese Schlüsselworte bildeten die Grundlage, auf der die Bewerber anschließend von ihren vielen Aktivitäten und Projekten berichteten.

Über den dritten Platz durfte sich Janina Dierschke, Vorsitzende des Stadtjugendrings, freuen. Sie nahm für ihr Engagement ein Preisgeld von 200 Euro entgegen.


Als der zweite Platz aufgerufen wurde, gingen die Arme von Achim Tüchter, seiner Frau Monika und den Kids der Inklusions-Tauch- und Schnorchelgruppe „Schnorichies“ nach oben. Sie freuten sich über einen Scheck in Höhe von 300 Euro, den sie vor allem für Equipment und medizinische Versorgung verwenden möchten.


„Das Ehrenamt ist vielfältig. Am Ende kann jedoch nur einer ganz oben auf dem Treppchen stehen“, sagte Krone, um die Spannung bei der Preisverleihung zu steigern. Am Ende war es eine Einzelperson, die sich besonders hervortat: Sina Tiemann, die bereits im Kindesalter mit dem Ehrenamt begann. Sie konnte den Preis zwar nicht persönlich entgegennehmen, doch das aus gutem Grunde: Sie war für die Lingener Malteser auf Bundesebene unterwegs...


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