Zum Tod von Professor Zick Den Menschen in Lingen auf vielfältige Weise geholfen

Im Alter von 72 Jahren ist der frühere Chefarzt Professor Dr. med. Reinhard Zick gestorben. Foto: Bonifatius-HospitalIm Alter von 72 Jahren ist der frühere Chefarzt Professor Dr. med. Reinhard Zick gestorben. Foto: Bonifatius-Hospital

Lingen. Professor Dr. med. Reinhard Zick hat alle seine Fähigkeiten in den Dienst seiner Mitmenschen gestellt und sich in Lingen und weit darüber hinaus hohes Ansehen erworben. Im Alter von 72 Jahren ist er völlig überraschend gestorben.

 "Mir geht es gut", sagte er noch wenige Wochen vor seinem Tod. Mit dem früheren Chefarzt, der nach mehr als 24-jähriger Leitungsfunktion im Bonifatius-Hospital Lingen 2012 in den Ruhestand wechselte, ist eine große Persönlichkeit gegangen, die auch in schwierigen Situationen das Vertrauen der Menschen gewann. 

 Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St.-Bonifatius-Hospitalgesellschaft, formulierte es so: "Wir haben mit Professor Zick einen empathischen Menschen und Gönner verloren, der auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst als Chefarzt der Gastroenterologie, Endokrinologie und Diabetologie mit unserem Krankenhaus weiterhin sehr freundschaftlich verbunden war.“ 

Vom 1. Januar 1988 bis zum 31. Mai 2012 war Professor Dr. Reinhard Zick am St.-Bonifatius-Hospital in Lingen als Chefarzt tätig. Am 7. August 2019 starb er im Alter von 72 Jahren. Foto: Ludger Jungeblut

Zicks besondere Fachkompetenz war weit über das Bonifatius Hospital und das Emsland gefragt. Seit 1975 hatte er über 250 Publikationen in nationalen und internationalen Journalen veröffentlicht, über 600 Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen gehalten sowie weit mehr als 10 Bücher veröffentlicht. Auch nach seinem Ausscheiden als Chefarzt wurde sein Fachwissen weiter benötigt, zum Beispiel als Experte des Diabetes-Forums, dort war er Redaktionsbeirat für den Bereich Innere Medizin, sowie des Diabetes Journals und Diabetologie online.  

Zick hat auch in der Lingener Ärzteschaft Spuren hinterlassen. Die Aus- und Weiterbildung seiner Ärzte war dem Verstorbenen, der 1984 an der Medizinischen Hochschule Hannover habilitiert hatte, ein großes Anliegen. Zahlreiche Ärzte sind durch ihn zu Fachärzten ausgebildet worden. Die über das Medizinische hinausgehenden Sorgen und Nöte der Patientinnen und Patienten mit der lebensbedrohlichen Diagnose Krebs bewogen den Chefarzt  im Jahr 1992, zusammen mit seiner Ehefrau Gisela den Verein „Fonds für Krebskranke Lingen"  zu gründen.


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