Einstiges Abifestival Polizei zieht Fazit nach Festival Lautfeuer 2019 in Lingen

Die Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim war beim Festival Lautfeuer 2019 in Lingen auf dem Gelände nahe des alten Atomkraftwerks im Einsatz. Foto: Lars SchröerDie Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim war beim Festival Lautfeuer 2019 in Lingen auf dem Gelände nahe des alten Atomkraftwerks im Einsatz. Foto: Lars Schröer

Lingen. Die Polizei Emsland/Grafschaft Bentheim war beim Festival Lautfeuer in Lingen auf dem Gelände nahe des alten Atomkraftwerks im Einsatz. Jetzt hat sie ein Fazit gezogen – und so sieht es aus.

Die Polizei beschreibt das Lautfeuer-Festival als "ruhiges Fest". Am Freitag startete der Zulauf aufgrund des Wetters erst am späten Nachmittag, heißt es in einer Pressemitteilung. Während am Freitag zu Spitzenzeiten 6000 Besucher auf dem Festivalplatz waren, waren es am Samstag 5000. Bands wie Finch Asozial oder Adam Angst heizten den Besuchern ein. (Weiterlesen: Lautfeuer 2019: Rock und HipHop mit einer Priese Glitzerstaub)

Frau stürzt vor Bühne

Während des gesamten Wochenendes schlichtete die Polizei mehrere Streitigkeiten und leitete insgesamt acht Strafanzeigen wegen Körperverletzungen und drei Diebstahlsanzeigen ein. Durch den Sanitätsdienst der Malteser waren mehrere Hilfeleistungen nötig, teilt die Polizei mit. Mit insgesamt 45 Einsatzkräften aus den Ortsgruppen Lingen, Papenburg und Bockhorst-Rauderfehn waren die Sanitäter aufn dem dem Festivalgelände vertreten. 

Einsatzleiter war Manfred Kampling, der vorwiegend Schnittverletzungen und Verletzungen durch Wespenstiche bei den Besuchern verzeichnete. Jedoch stürzte am Samstag auch eine junge Frau vor der Bühne und wurde von umstehenden Personen unbeabsichtigt getreten. Sie wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. 

Autofahrer und Drogen- und Alkoholeinfluss

Auch das Jugendamt der Stadt Lingen war an beiden Veranstaltungstagen vor Ort und führte gemeinsam mit der Polizei Jugendschutzkontrollen durch. Der Grund: Besucher, die noch nicht älter als 14 Jahre alt waren, durften das Festival nur zusammen mit den Erziehungsberechtigten oder einer erziehungsbeauftragten Person besuchen. Besucher, die bereits 14 Jahre alt waren, durften bis zum 16. Lebensjahr alleine bis 22 Uhr bleiben. Ab dem 16. Lebensjahr durften Besucher bis 24 Uhr bleiben. Wenn Jugendliche nach 24 Uhr ohne Erziehungsberechtigte auf dem Festival bleiben wollten, war das nur möglich, wenn die Erziehungsberechtigten eine erziehungsbeauftragte Person bestimmten, die die minderjährigen Besucher begleitete.

Während der Abreise am Sonntag kontrollierte die Polizei im Lingener Stadtgebiet zahlreiche Autofahrer. Dabei standen sechs Autofahrer unter Drogen-, drei Fahrer unter Alkoholeinfluss, was nun zu Konsequenzen führen wird.


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