Fuest: Im Vertrag steht 2042 Grüne in Lingen: Zwischenlager kein Endlager

Das Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen. Foto: RWEDas Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente auf dem Gelände des Kernkraftwerkes Emsland in Lingen. Foto: RWE

Lingen . Angesichts des Betreiberwechsels bei dem atomaren Zwischenlager in Lingen von der RWE zur staatlichen BGZ (Gesellschaft für Zwischenlagerung) zum Beginn des neuen Jahres kommen bei den Grünen in Lingen Zweifel auf, ob die bislang zugesicherte Betriebsdauer des Lagers bis zum Jahr 2042 noch gehalten werden kann.

„Seinerzeit ist uns im Stadtrat von den Betreibern zugesichert worden, dass 2042 das Zwischenlager in Lingen geschlossen werden wird, so steht es auch in dem öffentlich-rechtlichen Vertrag, der damals vom Oberstadtdirektor Vehring mit unterschrieben worden war“, erläuterte der Fraktionssprecher der Grünen, Michael Fuest, in einer Mitteilung.

Schon damals hätten etwa 3500 Menschen Einwendungen gegen den Bau erhoben. „Insbesondere ist inzwischen höchstrichterlich entschieden, dass das Zwischenlager – genauso wie das baugleiche Lager in Brunsbüttel – nicht die Sicherheit gegenüber Terrorgefahren nachgewiesen hat und daher die Betriebsgenehmigung nicht rechtens ist“, so Fuest.

Angesichts der schleppenden Entwicklung hinsichtlich eines geplanten Endlagers in Deutschland befürchten die Grünen, dass der hoch radioaktive Müll noch viel länger im Emsland verbleiben könnte, als ursprünglich versprochen. „Auch die bisherigen Äußerungen des neuen Betreibers, der BGZ, bereiten uns Sorgen. Von einer Bestätigung des Enddatums 2042 haben wir bisher noch nichts gehört", so Fuest abschließend.


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