Theaterpädagogen werden gefördert Sparkassenstiftung gibt 20.000 Euro für Lingener Burgtheater

Vor der neuen Theke des Burgtheaters nahmen David Gruschka (zweiter von links) und Bernhard Ruping (dritter von links) den Scheck der Sparkassenstiftung, übergeben von Georg Schröer (links) und Marco Menne, in Empfang. Foto: Caroline TheilingVor der neuen Theke des Burgtheaters nahmen David Gruschka (zweiter von links) und Bernhard Ruping (dritter von links) den Scheck der Sparkassenstiftung, übergeben von Georg Schröer (links) und Marco Menne, in Empfang. Foto: Caroline Theiling

Lingen. Auf der Bühne, wo sonst der Platz der Akteure im Lingener Burgtheater ist, haben am Montag Vertreter der Emsländischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Emsland einen Scheck über 20.000 Euro für das Burgtheater überreicht.

Professor Bernd Ruping, Studiendekan des Instituts für Theaterpädagogik auf dem Campus Lingen, und David Gruschka, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Burgtheaters freuten sich sehr über diese Unterstützung, die nach 2013, 2015 und 2017 nun schon zum vierten Mal den Theaterpädagogen zugute kommt. „Eine so lange Förderung ist schon außergewöhnlich“, sagte Marco Menne vom Vorstand der Sparkasse Emsland. Man könne schon fast von einer institutionellen Förderung sprechen. Doch er sei angesichts des aktuell niedrigen Zinsniveaus froh, überhaupt einen derartigen Betrag zur Verfügung stellen zu können. Die Sparkasse fühle sich der Region verpflichtet. Davon profitierten aber ebenfalls andere Bereiche wie Sport, Heimat oder Brauchtum. „Das Burgtheater und das TPZ machen Lingen bunt“, zeigte sich Menne überzeugt, das Geld einem guten Zweck zur Verfügung zu stellen. Denn seiner Meinung nach liegt in der Vielfalt die Qualität der Region, die nachhaltig gefördert werden soll. 

Dankbar über den Geldsegen war auch David Gruschka, denn so ein Theater- und Musikfestival, wie es an vier Tagen Mitte Juni am Burgtheater stattgefunden hatte, wäre ohne Unterstützung nicht durchführbar gewesen. Dennoch hält der Theaterpädagoge gerade eine solche Veranstaltung für sehr wichtig, weil dadurch einerseits die verschiedenen Fachbereiche des Campus näher zusammen rücken, andererseits sich die Theaterpädagogik mehr in Richtung Lingener Bevölkerung öffnet.

Mehr Zuschauer erwünscht

„Nicht nur bunt“, sieht Professor Ruping den Fachbereich Theaterpädagogik. Eine wichtige Aufgabe besteht seiner Meinung nach darin, die Wahrnehmung zu fördern, insbesondere anlässlich der aktuellen politischen Lage. Die Studierenden seien heute in der Regel sehr politisch. Er möchte das Burgtheater als Diskursraum etablieren und wünscht sich, dass die Bürger „die dicken Schwellen überwinden“ und zu noch mehr Vorstellungen und Aufführungen kommen, denn das Theater sei schließlich offen für alle.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung machte David Gruschka deutlich. So wären 1105 Zuschauer in der Spielzeit 2015/2016 gekommen. Zwei Jahre später waren es bereits 2623. Und für die aktuelle Spielzeit rechnet er, insbesondere wegen des erfolgreichen Festivals, mit einem weiteren deutlichen Anstieg.


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