30. Hilfsaktion durchgeführt Hilfe aus Lingen für Kinder in Weißrussland

Ein Besuch im Kinderkrankenhaus "Tonus" in Brest stand auch auf dem Programm. Der Verein aus Lingen unterstützt das Krankenhaus in vielfacher Hinsicht. Foto: VereinEin Besuch im Kinderkrankenhaus "Tonus" in Brest stand auch auf dem Programm. Der Verein aus Lingen unterstützt das Krankenhaus in vielfacher Hinsicht. Foto: Verein

Lingen. Der Lingener Verein ‚Humanitäre Hilfe für osteuropäische Länder‘ hat die 30. Hilfsaktion nun erfolgreich beendet. Dabei ging es zum 17. Mal nach Weißrussland. Wie in den vergangenen Jahren auch standen Besuche im Kinderkankenhaus "Tonus" in Brest und des Kinderdorfes in Kobrin im Mittelpunkt.

Wie Teamleiter Franz-Josef Thien mitteile, hat sich der Verein seit 2014 so ausgerichtet, dass Geldspenden gesammelt und in Weißrussland dort benötigte Sachen eingekauft werden. Das geschieht, so Thien, nach vorheriger Absprache mit der Dolmetscherin und den Verantwortlichen in den Einrichtungen. 

Im Kinderdorf Kobrin wohnen etwa 130 Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren mit den Kinderdorfmüttern in nunmehr 15 Häusern. Das heißt, dass jede Mutter sechs bis zehn Kinder betreut. Zusätzlich mussten von der Institution weitere Jungen und Mädchen aufgenommen werden, weil ein anderes Kinderheim in der Stadt geschlossen wurde. Nach Absprache sollten die Kinder Bücher, Hefte, Stifte und andere Schulartikel erhalten. Diese wurden gemeinsam eingekauft und anschließend an die Mütter und Kinder übergeben. Süßigkeiten durften natürlich auch nicht fehlen.

Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass zur Bewältigung der zusätzlichen Kosten für die kranken Kinder im Heim (Medikamente, Fahrten zum Arzt usw.) das nötige Geld fehlt. Eine Sammelaktion in Kobrin habe bei weitem nicht den erhofften Erfolg gebracht. "Dieser Fond wurde daher kurzfristig von den uns zur Verfügung stehenden Geldspenden aufgestockt, die Freude darüber war groß", erklärte Thien.

Große Freude über die Lingener

Ferner besuchten die Mitglieder das Kinderkrankenhaus "Tonus" in Brest. Dabei handelt es sich um ein Therapie-Krankenhaus. Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Behinderung werden dort vier Wochen lang im Beisein eines Elternteiles therapiert. Die Behandlung soll anschließend zu Hause durch die Eltern weitergeführt werden. Nach drei Monaten erfolgt dann die nächste Behandlung in dem Krankenhaus. Somit werden jährlich 1200 Kinder im "Tonus" behandelt.

Wie das zuständige Ärzteteam immer wieder hervorhob, wurde das Krankenhaus auch mit der Hilfe des Lingener Vereins "Humanitäre Hilfe für osteuropäische Länder" mit aufgebaut. Es wurde 1992 von drei Ärztinnen gegründet, aber von staatlicher Seite nicht gefördert. "So brachten wir in früheren Jahren viele gebrauchte Betten, neue Matratzen und Geräte  dort hin", teilte Thien mit. Heute ist das Krankenhaus staatlich anerkannt und es konnte im Vorjahr ein dringend benötigter Anbau realisiert werden. Für die Anschaffung wichtiger Therapiegeräte wurde dem Krankenhaus ein Geldbetrag zur Verfügung gestellt.

Die Freude bei den besuchten Institutionen in Weißrussland sei riesig gewesen, erklärte der Lingener weiter.  Er dankte allen Geldspendern, insbesondere dem Fahrzeugverleih Frank Kortholt, Lingen, für die Bereitstellung des Fahrzeuges und der Stadtverwaltung für die allgemeine Unterstützung.


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