Antony Kallarakkal neu in Lingen Pfarreien Maria Königin und St. Marien begrüßen Pfarrer

Das Pastoralteam heißt Pfarrer Antony Kallarakkal in seiner Mitte willkommen.
Foto: Christiane AdamDas Pastoralteam heißt Pfarrer Antony Kallarakkal in seiner Mitte willkommen. Foto: Christiane Adam

Lingen. Die Lingener Pfarreien Maria Königin und St. Marien Biene haben eine neue Leitung: Feierlich ist Pastor Antony Kallarakkal in sein Amt als Pfarrer eingeführt worden. Nun leitet er gemeinsam mit Alwine Röckener als pastorale Koordinatorin die katholische Pfarreiengemeinschaft.

Antony Kallarakkal tritt die Nachfolge von Pfarrer Jens Brandebusemeyeran, der vor zwei Wochen Lingen verlassen hat, um in Bramsche bei Osnabrück eine neue Gemeinde zu übernehmen.

In einem ausgiebigen, aber kurzweiligen Gottesdienst verlas Dechant Thomas Burke die Urkunde, mittels derer Bischof Franz-Josef Bode Kallarakkal ins Amt hob. In der Übergabe der diversen Aufgaben, die ein Pfarrer ausüben muss, war die gesamte Gemeinde miteinbezogen. So reichten beispielsweise Heinz Fels, Küster der Kirche Maria Königin, und Heinrich Hofschröer, ein Kind aus Holthausen, die beiden Kirchenschlüssel an die auf den Kirchenbänken Sitzenden weiter, damit die Schlüssel symbolisch durch alle Hände an Kallarakkal überreicht wurden. „Wir sind nämlich eine Pfarreiengemeinschaft“, wie Heinrich Hofschröer dem Küster unter Applaus verdeutlichte.

Unser Fest

Seine erste Ansprache begann Kallarakkal damit, dass er einen Witz über einen nervösen Prediger erzählte. Danach bekannte er: „Sie sind sicherlich gespannt, wie der Neue ist, aber ich bin mindestens genauso gespannt, und als Ausländer darf ich vielleicht sogar noch etwas nervöser sein als Sie“, was die Gemeinde mit Applaus quittierte. Nicht nur seinen Humor bewies Kallarakkal damit, sondern auch seine ausgezeichneten Deutschkenntnisse. Später bedankte er sich für das Vertrauen des Bischofs in ihn und kündigte an, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit Alwine Röckener und Pastor Georg Klesse freue. „Der heutige Tag ist nicht nur mein Fest, sondern vor allem unser Fest“, wandte er sich an die Gemeinde.

Ein Team

„Das Pastoralteam, bestehend aus den Priestern, einem Diakon, Ordensschwestern, Gemeindereferenten und -assistenten tragen gemeinsam mit den Kirchenvorständen und dem Pfarrgemeinderat die Leitungsverantwortung“, mit diesen Worten unterstrich Sebastian von Melle aus dem Pfarrgemeinderat und Moderator des Festaktes, noch einmal den Teamgedanken. Taufbecken, Beichtstola, Ambo und Altar wurden dem neuen Pfarrer von unterschiedlichen Akteuren aus der Gemeinde übergeben. „Wir haben bereits jetzt einen aufgeschlossenen, freundlichen und warmherzigen Priester kennengelernt“, begrüßte ihn Holger Gösse als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates.

Indische Wurzeln

Gäste aus der Lingener Ökumene waren Peter Fritz, der die evangelisch-reformierte Gemeinde vertrat sowie Heike Mühlbacher, Pastorin der lutherischen Trinitatisgemeinde. „Wir freuen uns über ein neues Gesicht in der Ökumene und sind gespannt auf die Impulse, die Sie mitbringen“, hieß sie ihren katholischen Nachbarn willkommen. Als Vertreter der politischen Gemeinde war Lingens Erster Bürgermeister Heinz Tellmann geladen, der Kallarakkal als Gewinn für Lingen bezeichnete. „Sie suchen Kontakt zu Menschen anderer Herkunft, das ist sicherlich Ihrer eigenen Herkunft geschuldet. Somit können Sie als Brückenbauer fungieren“, meinte Tellmann in Hinblick auf die indischen Wurzeln Kallarakkals. Diese Wurzeln waren am Sonntag in Maria Königin gut sichtbar, denn nicht nur waren mehrere Bänke mit Angehörigen und Freunden des Priesters aus Indien gefüllt, sondern eine der Suppen, die es beim anschließenden Empfang für alle gab, war vom Cateringservice des Christophorus-Werkes „BES•SER genießen“ nach einem Rezept des Inders, der die Anrede „Pastor Antony“ bevorzugt, zubereitet worden.


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