Wettbewerb der Spielleutemusik Die Klangfabrik Lohne fährt zur Deutschen Meisterschaft

Endspurt für die Musiker der "Klangfabrik Lohne". Am 1. Juni geht's zur Deutschen Meisterschaft nach Osnabrück. Foto: Peter LöningEndspurt für die Musiker der "Klangfabrik Lohne". Am 1. Juni geht's zur Deutschen Meisterschaft nach Osnabrück. Foto: Peter Löning

Lohne. Am 1. Juni, pünktlich um 11.35 Uhr ist es endlich soweit, da sitzen 38 Musiker der „Klangfabrik Lohne“ in der Osnabrücker Schlosswallhalle drei Wertungsrichtern gegenüber, da treten sie gegen 12 Konkurrenten in ihrer Klasse zum Wettstreit, bei der „5. Deutschen Meisterschaft Spielleutemusik“ im Rahmen des Deutschen Musikfestes, veranstaltet von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV).

15.000 Teilnehmer werden in Osnabrück erwartet zu dieser viertägigen Veranstaltung (30. Mai bis 2. Juni), die wohl nicht unbemerkt in der Hasestadt stattfinden wird. Im Rahmen des Deutschen Musikfests ist dieses der anspruchsvollste bundesweite Musikwettbewerb der Spielleutemusik. Die antretenden Ensembles ganz unterschiedlicher Kategorien werden von einer renommierten internationalen Fachjury beurteilt. Durch kritische Beurteilung soll so auch das Leistungsniveau der teilnehmenden Orchester verbessert werden. Um an der Deutschen Meisterschaft Spielleute teilzunehmen, mussten sich die jeweiligen Vereine zuvor qualifizieren.  


Mit 38 Musikern hat sich die "Klangfabrik Lohne" zur 5. Deutschen Meisterschaft Spielleutemusik angemeldet. Derzeit gibt es den letzten Feinschliff Foto: Peter Löning


Mit einem eng gestrickten Netz an Wertungsspielen, Konzerten und Veranstaltungen verspricht dieses Wochenende ereignisreich zu werden. Und weil es quasi nebenan stattfindet, werden wohl weit mehr Lohner den Weg dorthin suchen als nur die Spieler des Orchesters.

In einer kleinen Gesprächsrunde erläuterten mir Carolin Meiering und Anke Bruns als Vertreter des Vorstands die Geschichte und die Idee zu diesem Wettbewerb. Einst (ziemlich genau vor 50 Jahren) gegründet als „Spielmannszug des Schützenvereins Lohne“ wollte man irgendwann mehr, als nur Schützenfeste beschallen. Man orientierte sich um in Richtung Flötenorchester und suchte nach gehobenerer Spielliteratur. Man änderte die Besetzung und den eigenen Anspruch. Um dabei auch nach außen ein Zeichen zu setzten, änderte man später ebenso den Namen. Jetzt heißen sie „Klangfabrik Lohne“, sind besetzt mit Querflöten von Piccolo bis Bass und mit reichlich Schlagwerk, darunter Pauken Trommeln, aber auch Marimba und Glockenspiel. „Wir sind alle Laienmusiker, die einen eigenen Beruf ausüben oder zur Schule gehen. Die Leitung und auch die instrumentale Ausbildung überlassen wir lieber Profis von außen.“


Marty van Seijen dirigiert die "Klangfabrik Lohne" bei den Proben zur 5. Deutschen Meisterschaft in Osnabrück. Foto: Peter Löning


Und das scheint eine kluge Entscheidung zu sein, so wirken die derzeit stattfindenden Proben unter dem Orchesterleiter Marty van Seijen so kurzweilig wie zielgerichtet und effektiv. Ein so großes Orchester mit Spielern im Alter zwischen elf und 50 Jahren braucht schon einen erfahrenen Dirigenten und immerhin gilt es ja, Großartiges zu bewerkstelligen.

„Wir nehmen uns gern etwas vor und setzen uns Ziele für die nähere Zukunft. Vor zwei Jahren dann, dachten wir wären nun weit genug, uns einem Wettstreit zu stellen, und seitdem fiebern wir dem kommenden Termin entgegen. Im letzten Jahr dann, in Lilienthal haben wir die Quali geschafft.“ Damit war der Weg frei. Die Musiker brennen für ihr Projekt und mit regelmäßige wöchentlichen Proben (Dienstags von 19.30 Uhr bis 21 Uhr) ist es im Moment längst nicht mehr getan. Man probt auch freitags und sonntags und gibt erste Kostproben der Arbeit auf dem Gemeindefest nebenan. Endspurt!

Mit zwei Stücken ("Atlantis: The Lost Continent“ und „Night & Light“) in etwa 15 Minuten Spieldauer wollen nun die Lohner die Richter überzeugen. Pünktlich um 11.35 Uhr ist ihr Auftritt (Publikum ist sehr erwünscht und der Eintritt hierzu ist frei!) „Und dann wird es spannend“, denn die Siegerehrung wird es am gleichen Tag um 20 Uhr am Marktplatz geben.

Nähere Informationen zur Klangfabrik unter: http://www.klangfabrik-lohne.de. Informationen zur Deutschen Meisterschaft unter: www.deutsches-musikfest.de/deutsche-meisterschaft-spielleute/


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