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15.05.2019, 08:37 Uhr STEINVORGÄRTEN IM SÜDLICHEN EMSLAND

Umweltschutz vor persönlichen Befindlichkeiten

Ein Kommentar von Mike Röser


Foto: Gert WestdörpFoto: Gert Westdörp

Lingen. Gegen das ausufernde Phänomen von reinen Steinlandschaften, die Vorgärten genannt werden, muss etwas unternommen werden. Darüber herrscht im südlichen Emsland sowohl bei Politikern als auch in den Verwaltungen breite Einigkeit – zu Recht.

Gängeln sollte man Grundstückseigentümer zwar nicht, doch muss im Handeln deutlich werden, dass der Umweltschutz Vorrang hat vor persönlichen Befindlichkeiten. Zu diesen gehört der gefühlte oder manchmal auch wirkliche Zeitmangel, der einige Bürger Steinberge auffahren lässt, um daraus einen „Garten“ zu machen. Das schadet Tieren, Pflanzen und dem Klima – und damit auch dem Gemeinwohl. 

Dabei sind naturverträgliche Lösungen kein Hexenwerk, wenn erst einmal der bequeme Reflex „Vlies drunter, Kies drauf, erst mal Ruhe“ überwunden ist. Dabei sollten Anreize von Kommunen und Politik bei jenen helfen, die ihr Häuschen im Grauen schon haben. Für künftige Bauherren sollte es jedoch klare Vorgaben geben – zum Schutz der Umwelt.


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