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12.05.2019, 15:00 Uhr SCHERF SPRICHT AUF FEIER IN LINGEN

Das rote Herz der Awo muss weiterschlagen

Ein Kommentar von Ludger Jungeblut


Kämpferisch zeigte sich der frühere Bürgermeister von Bremen, Henning Scherf, in der Feier zum 90-jährigen Bestehen des Awo-Ortsvereins Lingen. Foto: Ludger JungeblutKämpferisch zeigte sich der frühere Bürgermeister von Bremen, Henning Scherf, in der Feier zum 90-jährigen Bestehen des Awo-Ortsvereins Lingen. Foto: Ludger Jungeblut
Ludger Jungeblut

Lingen. Das rote Herz der Arbeiterwohlfahrt, die 2019 in Deutschland ihr 100-jähriges Jubiläum feiert, muss weiter schlagen. Ein Kommentar.

Die Arbeiterwohlfahrt wird als rotes Herz bezeichnet. Treffender lässt sich das Selbstverständnis dieses sozialdemokratischen Wohlfahrtsverbandes nicht ausdrücken. Die Awo hat immer dafür gekämpft, allen Menschen die materielle Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und damit Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen – auch in Lingen.

Auf glaubwürdige Weise verkörpert der frühere Bremer Bürgermeister und Sozialdemokrat Henning Scherf dieses Selbstverständnis. In unserer Gesellschaft ist jeder wichtig und wird für den Zusammenhalt benötigt. Scherf wies zu Recht darauf hin, das Deutschland nach dem totalen, auch moralischen Zusammenbruch im Jahr 1945 Großartiges im zivilgesellschaftlichen Bereich geleistet hat.

Dafür gebührt auch der Awo Dank und Anerkennung. Deshalb muss dieses rote Herz weiter schlagen. Als Zeichen der Wertschätzung für diese Arbeit sollte in Lingen endlich eine Straße nach der Awo-Gründerin Marie Juchacz benannt werden.


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