SPD-Abgeordnete will bundesweite Regelung Unkastrierte Katzen ein Problem für Lingener Tierheim

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Lingen. Nach einem Besuch im Lingener Tierheim hat sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder für eine bundeseinheitliche Regelung für Katzenkastration ausgesprochen. Das teilt ihr Büro mit.

„Ein großes Problem ist vor allem die hohe Anzahl an Katzen, die im Frühjahr und Herbst abgegeben werden“, wird der stellvertretende Tierheimleiter Andreas Stehler zitiert. „Leider werden noch immer viel zu wenige Katzen und Kater kastriert.“ Kaum 7 Monate alt vermehren sich die Katzen unkontrolliert, auch mit Hauskatzen, deren Besitzer sich der Verantwortung nicht bewusst sind und ihrem unkastrierten Tier Freilauf gewähren. Unerwünschte Katzenwelpen werden dann häufig getötet, ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben. Er sprach sich für eine flächendeckende Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs-, und Registrierungspflicht für Katzen aus.

Beim Besuch im Tierheim: (von links) Gabi Westenberg (Tierschutzverein), Jürgen Barenkamp (SPD Lingen), Daniela De Ridder, Andreas Stehler und Sonja Rolfes Foto: Büro De Ridder


De Ridder hat sich eigenen Angaben zufolge in ihrer Heimatgemeinde Schüttorf für eine Kastrationspflicht eingesetzt: „Zwar haben sich bereits 730 Kommunen diese Verpflichtung auferlegt, darunter auch die Städte Lingen, Meppen sowie Bad Bentheim. Dennoch, und dafür setze ich mich mit Nachdruck ein, bedarf es einer bundespolitischen Regelung, um das Tierwohl zu schützen.“

Die stellvertretende Vorsitzendes des Tierschutzvereins Lingen, Sonja Rolfes, sagte beim Besuch De Ridders, dass sie sich mehr finanzielle Unterstützung wünschen würde. Der Verein und sein Tierheim finanzierten sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Tierpatenschaften. Vor allem die Kosten für Tierarztbehandlungen seien hoch. Rund 300 Euro würden in der Regel für die Versorgung einer Katze aufgebracht, bis sie vermittelt wird. Das Tierheim erhebe lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von 70 bis 130 Euro. Ohne die Arbeit der Helfer wäre die vielfältige und facettenreiche Tierschutzarbeit nicht zu bewerkstelligen.


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