Analyse wird in Lingen vorgestellt Wie gelingt Gesundheitsversorgung auf dem Land?

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Lingen. Bei der Jahresveranstaltung des Projekts "Dorfgemeinschaft 2.0" wird am Dienstag, 14. Mai, ab 15 Uhr im IT-Zentrum in Lingen eine Analyse vorgestellt, wie die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sichergestellt werden kann. Thema ist auch das Konzept „Behandlung im Voraus planen“. Die Veranstaltung ist offen für alle, um Anmeldung wird gebeten.

Dazu laden das Projektkonsortium der Dorfgemeinschaft 2.0 und die Stadt Lingen (Ems) als Satellitenstützpunkt  ein. Zunächst wird Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in einem Vortrag auf die Chancen der Kommunen in Verbindung mit der hohen Anzahl an Babyboomern eingehen. 

Im Anschluss wird eine Bedarfsanalyse präsentiert. Deren Ziel war es herauszufinden, wie die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sicher zu stellen ist und wie die digitale Inklusion älterer Menschen gelingen kann. Vorgestellt wird zudem das Konzept „Behandlung im Voraus planen“ (BVP), eine dynamische Form der Patientenverfügung. Durch das neue Hospiz- und Palliativgesetz von 2015 ist es möglich, dieses Beratungskonzept in Altenpflegeeinrichtungen anzubieten. Das Team um Professor Dr. Hartmut Remmers von der Universität Osnabrück unterstützt die Hospizgruppe Spelle bei der Umsetzung im St. Johannesstift in Spelle. 

Professorin Dr. Stefanie Seeling führt als Moderatorin durch das Programm und freut sich auf viele Besucher: „Wir wollen die Menschen ins Gespräch bitten, um mit ihnen unsere Ergebnisse zu teilen. Wir forschen für die Menschen in der Region.“

Zum Projektkonsortium gehören neun Verbundpartner: Gesundheitsregion Euregio, Campus Lingen, Universität Osnabrück, Bentheimer Eisenbahn, Eno telecom GmbH, Euregio-Klinik, I.T. Out, Lebenshilfe Nordhorn und opta.data.com. Diese möchten den demografischen Wandel durch eine Mensch-Technik-Interaktion gestalten und neue Versorgungskonzepte für die Region Grafschaft Bentheim / südliches Emsland entwickeln. Das Projekt läuft bis Ende Oktober 2020. 

Anmelden zur Jahresveranstaltung: www.gesundheitsregion-euregio.euinfo@gesundheitsregion-euregio.eu oder Tel. 05921 841008.


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