Aktion Seebrücke Studierende des Campus Lingen "bekennen Flagge"

Mit Papierschiffen, Schildern und organgem Stoff, haben Studierende des Campus Lingen auf das Bündnis Seebrücke aufmerksam gemacht - ein Projekt zur Hilfe für Menschen in Seenot: Foto: Jessica LehbrinkMit Papierschiffen, Schildern und organgem Stoff, haben Studierende des Campus Lingen auf das Bündnis Seebrücke aufmerksam gemacht - ein Projekt zur Hilfe für Menschen in Seenot: Foto: Jessica Lehbrink

Lingen. Lingen soll zum sicheren Hafen für Menschen werden. Das ist der Tenor das Projekt Seebrücke, auf welches engagagierte Studierende des Campus Lingen am Freitagmorgen aufmerksam gemacht haben - und zwar mit Dekoration der besonderen Art - auf und um den Lingener Marktplatz.

Mit Schiffen und Booten versuchen sich täglich Menschen über das Meer einen Weg in eine bessere Zukunft zu bahnen und geraten dabei in Seenot. Viele dieser Menschen, die vor Krieg und Armut flüchten, lassen dabei ihr Leben. Um genau diesen Geflüchteten zu helfen gründetet sich die internationale Bewegung Seebrücke, die mittlerweile nicht nur in Großstädten wie Berlin angekommen ist, sondern auch Unterstützter im beschaulichen Lingen findet.

Eine, die die Aktion vorantreiben möchte, ist Patricia Mattis. Die Studentin für Theaterpädagogik am Campus Lingen hat sich mit einigen Kommilitonen zusammengetan, um an diesem Morgen dem Marktplatz orange-farbene Akzente zu verpassen, und zwar mit kleinen Papierschiffen, Schildern und Stoffen.



Orange ist die Farbe der Bewegung Seebrücke und steht symbolisch für die Rettung der Menschen auf See. "Nicht wegschauen", steht auf einem der Schilder, welches eine junge Frau am Brunnen des Marktplatzes befestigt - und das ist auch Mattis wichtigstes Anliegen: "Ich glaube, wenn sich die Leute erst einmal über dieses Thema und die Sachlage informieren, werden sie es auch ernst nehmen."

Eine Generation, die sich nicht engagiert?

Ihr Wunsch: "Lingen soll zum sicheren Hafen werden. Einen Antrag hat es bereits schon einmal gegeben, doch der wurde abgelehnt. Nun versuchen wir es weiter und wollen weiter auf die Seebrücke aufmerksam machen", erläutert Mattis. Sogar eine Demonstration hatte die 22-Jährige schon mit anderen Engagierten ins Leben gerufen. "Während meiner Schulzeit habe ich oft gehört, dass sich meine Generation nicht mehr richtig engagiert", erzählt sie. Doch das habe sich gewandelt - man siehe zum Beispiel die Fridays for Future.

Mit einem Infostand in der Lingener Innenstadt, hofft Mattis, dass, gerade in der Zeit knapp vor den Europawahlen, viele Passanten stehen bleiben und sich über das Bündnis sowie über Menschen in Seenot informieren.

Weitere Informationen zum Bündnis Seebrücke und dem Thema "sichere Häfen" gibt es auf www.seebrücke.org


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