Mitgliederversammlung in Lingen Forum Juden-Christen arbeitet an Neuauflage des Stolpersteinheftes

Der Vorstand des Forums Juden-Christen nach der Mitgliederversammlung 2019. Foto: ForumDer Vorstand des Forums Juden-Christen nach der Mitgliederversammlung 2019. Foto: Forum
Forum Juden-Christen

Lingen. Eine Neuauflage des Stolpersteinheftes und ein Stolperstein-Remember-Termin soll es in diesem Jahr geben. Das ist auf der Mitgliederversammlung des Forums Juden-Christen in Lingen bekannt geworden.

In seinem Jahresbericht verwies der Vorsitzende Heribert Lange auf die zahlreichen Aktivitäten des Vereins, wie die Verlegung weiterer Stolpersteine, die Lehrhausgespräche sowie die Veranstaltung zum Gedenken an den 9. November. Für die nächsten Monate sei die Fertigstellung einer Neuauflage des Stolpersteinheftes sowie im Herbst ein Stolperstein-Remember-Termin mit den Schulen sowie ein „Friedensmahl“ geplant.

Forum begrüßt Aufarbeitung

„Wir sind ferner sehr erfreut über die Arbeit, die eine Gruppe mit dem Schwerpunkt ,Zweitzeugen' unter Mitarbeit von Manfred Rockel und Pastor Gernot Wilken-Ewert vorantreibt und die zu einem wichtigen Baustein unserer Erinnerungsarbeit werden soll", wird Lange in einer Mitteilung des Forums zitiert. "Ferner begrüßen wir ausdrücklich, dass die Stadt Lingen die systematische Abfassung einer Stadtgeschichte von 1933 bis 45 in Angriff nehmen will.“

Einstimmig wurden Friedhelm Wolski-Prenger (Schriftführer), Brigitta Teusz und Bernhardine van Olfen (Beisitzerinnen) in den Vorstand gewählt. Heiner Schüpp, Markus Wellmann und Nicola Büher wurden mit Dank und mit dem Buch "Der jüdische Witz" von Salcia Landmann aus dem Vorstand verabschiedet. „Ich bedanke mich bei Ihnen für die teilweise langjährige und hilfreiche Arbeit im Vorstand“, sagte Lange.

Zeitzeuge berichtet

Während der Mitgliederversammlung berichtete der 93-jährige Bernhard Fritze als Zeitzeuge von seinen Erinnerungen an den Synagogenbrand in Lingen am 9. November 1938, von Begegnungen mit einem ehemaligen SA-Mann nach dem Krieg in der Großen Straße und vom täglichen "Trommelfeuer der Naziideologie" in einer Lingener Schule.


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