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15.04.2019, 12:30 Uhr KOMMENTAR

Stromausfahrt Lingen: Wer spielt die "Karte" Wasserstoff am besten?

Ein Kommentar von Thomas Pertz


"H2" steht bei der Eröffnung einer Wasserstofftankstelle im Stadtgebiet Hannover auf einem Zapfhahn. Foto: Ole Spata/dpa"H2" steht bei der Eröffnung einer Wasserstofftankstelle im Stadtgebiet Hannover auf einem Zapfhahn. Foto: Ole Spata/dpa

Lingen. Eines ist klar: Im Wolkenkuckucksheim wird das Reallabor Emsland als Standort der Energiewende nicht entstehen. Vielmehr wird der Industriepark in Lingen als Adresse immer wahrscheinlicher.

 Denn dass mit der RWE und weiteren Unternehmen der Energiewirtschaft und Technologiebranche die nächsten Bewerbungsschreiben beim Bundeswirtschaftsministerium eingegangen sind, zeigt das Interesse am Vorhaben. Es gilt, regenerativ erzeugten Strom von den Offshore-Anlagen im Norden nicht an das Emsland vorbeizuführen, sondern per „Ausfahrt Lingen“ dort weiter zu nutzen: zur Produktion von Wasserstoff als möglichen Energieträger der Zukunft.

Natürlich will auch die RWE, die den Energiestandort Lingen seit über 30Jahren prägt, hier auch nach dem Laufzeitende des Kernkraftwerks eine Rolle spielen. Anderen Bewerbern wie Amprion und OGE das Feld alleine zu überlassen, kann keine Strategie sein.

Wer am Ende die „Karte“ Wasserstoff am besten spielen kann, wird sich zeigen. Dass so viele Mitspieler am Tisch sitzen, kann dem Wirtschaftsstandort Lingen und der ganzen Region aber nur recht sein.


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