Langensiepen zu Gast in Lingen Grüne fordern in Europa mehr Mindeststandards

Mitglieder des Kreisverbandes Emsland-Süd Bündnis 90 / Die Grünen wünschten ihrer Europaparlamentskandidatin Katrin Langensiepen (dritte von links) weiterhin viel Erfolg im Wahlkampf. Foto: R. BlauertMitglieder des Kreisverbandes Emsland-Süd Bündnis 90 / Die Grünen wünschten ihrer Europaparlamentskandidatin Katrin Langensiepen (dritte von links) weiterhin viel Erfolg im Wahlkampf. Foto: R. Blauert

Lingen. „Wir Grüne wollen Verantwortung übernehmen und Europa neu begründen: ökologisch, demokratisch und sozial. Dafür kämpfen wir bei der Europawahl 2019“, sagte die grüne Europaparlamentskandidatin Katrin Langensiepen bei einer Veranstaltung in Lingen.

Langensiepen ist eine der zwei Kandidatinnen von Bündnis 90/Die Grünen aus Niedersachsen für die Europawahl am 26. Mai, heißt es in einer Mitteilung des Ortsverbandes Emsland-Süd, den sie in Lingen besuchte. Mit Platz neun auf der Liste habe sie sehr gute Chancen, in das Europaparlament gewählt zu werden. Sie hat in unterschiedlichen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich und Israel gelebt: „Überall leben, studieren und arbeiten zu können, ist eine hohe Errungenschaft innerhalb Europas. Wichtig ist aber, dass man sich Reisefreiheit leisten können muss und einen gerechten Lohn erhält, egal, wo ich arbeite,“ wird sie zitiert.

Nationale Grundsicherungssysteme

Es bestehen weitreichende wirtschaftliche Freiheiten im Binnenmarkt. Gemeinsame Arbeits- und Sozialstandards sind hingegen unterentwickelt. Deshalb, so Langensiepen, sollten europäische Mindeststandards für die nationalen Grundsicherungssysteme festgelegt werden. Alle Menschen, die in der EU leben, sollten sich darauf verlassen können, bei Krankheit, dem Vorliegen einer Behinderung, Pflegebedürftigkeit und im Alter gut versorgt zu werden, unabhängig davon, in welchem Mitgliedstaat sie sich gerade aufhalten. "Wie Mindeststandards für Luft, Wasser, Boden und Tierschutz, brauchen wir diese auch für die Menschen," forderte Langensiepen.

Projektförderung aus Europa

Daneben werde weiterhin die Projektförderung aus den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Fonds für regionale Entwicklung benötigt. "Heute schon werden über den ESF in Lingen zahlreiche Projekte gefördert", sagte Michael Fuest, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat in Lingen, und nennt als Beispiel das Berufsbildungs- und Technologiezentrum des Handwerks und die Overbergschule. 


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