Interreligiöse Feier Berufsschüler in Lingen rappen für den Frieden

Eindrucksvoll war die interreligiöse Feier an der BBS Lingen, Technik und Gestaltung. Foto: BerufsschuleEindrucksvoll war die interreligiöse Feier an der BBS Lingen, Technik und Gestaltung. Foto: Berufsschule

Lingen. Einen ungewöhnlichen Gottesdienst haben Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften an den Berufsbildenden Schulen Technik und Gestaltung im Forum des Schulgebäudes an der Beckstraße in Lingen erlebt.

Schüler verschiedener Länder, Religionen und Kulturen stellten einer Mitteilung der Schule zufolge in vielfältiger Form dar, was sie unter „Frieden“ verstehen. Dabei kamen diverse Ausdrucksformen zum Einsatz. So „spielten“ einige Schüler, die den Krieg am eigenen Leib erfahren haben, Szenen auf der Bühne nach. Zwei Jugendliche führten einen selbst komponierten und getexteten Rap zum Thema „Krieg und Frieden“ auf. Eine Klasse hatte einen Friedensfilm gedreht, den sie im Forum zeigten, andere präsentierten Fotos vom „friedlichen“ Schulleben an den BBS. Viele Schüler gingen schweigend durch das Forum der Schule und zündeten Kerzen an. Die schuleigene Band begleitete die Veranstaltung musikalisch.  

Seit Jahren besuchen viele neu zugewanderte Jugendliche mit Migrationshintergrund die Berufsschule Technik und Gestaltung. Sie lernen hier mit ihren deutschen Mitschülern nicht nur handwerkliche Berufe und erwerben qualifizierte Schulabschlüsse, sondern kommen mit ihnen auch zwischenmenschlich in Kontakt und lernen ihre Kultur und ihre Gewohnheiten kennen.

Gemeinsames Gebet

Nun beteten sie erstmals auch gemeinsam für den Frieden in der Welt – jeder auf die ihm vertraute Art. Ob christlich, jüdisch, muslimisch oder yedizisch – alles findet seinen Platz an dieser Schule. Diese Gemeinschaft sollw aber nicht auf einen Tag beschränkt bleiben, sondern täglich stattfinden und auf diesem Wege mit der Zeit Alltag werden. So könne Integration gelingen, hieß es.

Zumindest an diesem Tag wurde das Ziel erreicht zu zeigen, dass Frieden dann herrscht, wenn man gemeinsam in einem Schulgebäude lernt und lebt, sich engagiert und betet. Dies erwies sich vor allem in dem Moment, als die rund 600 anwesenden Schülerinnen und Schüler die Grundgebete des Christentums und des Islam interreligiös gemeinsam sprachen.


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