Talentstudio mit Jens Heinrich Claassen Lachen und Staunen über fünf Comedians im TPZ Lingen

Von Meike Blunk

Bevor die Kleinkunstreihe „Studioprogramm“ des TPZ in die Sommer pause ging, erlebte das Publikum mit Jens Heinrich Claassen als Moderator und Musiker einen besonderen Comedy-Abend mit vier weiteren Nachwuchs-Künstlern. Foto: Meike BlunkBevor die Kleinkunstreihe „Studioprogramm“ des TPZ in die Sommer pause ging, erlebte das Publikum mit Jens Heinrich Claassen als Moderator und Musiker einen besonderen Comedy-Abend mit vier weiteren Nachwuchs-Künstlern. Foto: Meike Blunk

Lingen. Im voll besetzten Professorenhaus erlebte das Publikum in der Kleinkunstreihe „Studioprogramm“ des TPZ einen unterhaltsamen Abend mit insgesamt fünf Comedians.

Der Ausnahme-Comedian Jens Heinrich Claassen hat sich bereits in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Programmen und Formaten als Gast im „Studioprogramm“ in die Herzen der Zuschauer gespielt, sodass schon beim Einlass eine freudige Erwartung auf ein Wiedersehen mit ihm zu spüren war. 

Dass der Entertainer diesmal als Moderator durch den Abend führen würde, war der Ankündigung zu entnehmen. Doch wer beim seinem  "Talentstudio" dabei sein würde, blieb im Vorfeld geheim. Dynamisch und mit einem breiten Lachen im Gesicht betrat Claassen die Bühne und sagte dann schlicht:

"Da bin ich."


Er erzählte, dass er sich sehr auf Lingen und den Abend gefreut habe und dass er immer noch Single sei. Dieses Thema ist Bestandteil seiner Programme. Ohne Umschweife und mit seiner speziell authentischen Art ließ er sofort auch diesmal die Katze aus dem Sack und verlieh am Klavier seinen Gefühlen mit drei Liebesliedern Ausdruck. Allein dafür hatte sich das Kommen schon gelohnt. 

Doch dann überließ Claassen dem sympathischen Zauberer und Kabarettisten Marcel Kösling, der bereits mit vielen Kleinkunstpreisen ausgezeichnet wurde, die Bühne. Mit einer unglaublich facettenreichen Mimik kreiert Kösling aus unbedeutend wirkenden Momenten spektakuläre Ereignisse. Auch er erzählt, dass er vor einigen Jahren etwas Besonderes erlernen wollte, um bei der Damenwelt bessere Chancen zu haben. So ist er auf die Blockflöte gekommen. Mit dem Lied „El Condor Pasa“ schuf er ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauer, um diese wenig später mit „High way to Hell“ in Staunen zu versetzen. Mit großen Gesten, einem tollen Lichtdesign und einer Sounduntermalung brachte er den Saal förmlich zum Kochen. 

Marcel Kössling. Foto: Meike Blunk


Alicja Heldt klärte das Publikum im Zeitraffer über der Verwandlung ihrer einst romantisch eingerichteten Wohnung in eine Gerätehochburg auf, nachdem ihr Freund bei ihr eingezogen ist. Oleg Borisows Marken- zeichen ist sein russischer Akzent. Auf monotone Weise kramt er Klischees aus, die er mit realsatirischen Anekdoten zu würzen versucht. „Warum werden Alkoholiker nach Politikern benannt? Alle Politiker sind Fla- schen“. 

Der gelernte Friseur Dennis Grundt stellte den Bartneid unter Männern in den Fokus und verkündete, dass jemand die Kontrolle über sein Leben verlöre, sofern er unterschiedliche Marken gleichzeitig tragen würde. Nach der Pause gaben Claassen und Kösling eine Kostprobe aus ihrem zukünftig gemeinsamen Celine Dion-Programm zum Besten und sorgten damit für euphorischen Applaus.



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