Bebauungsplan in Arbeit Antrag für Spielhalle an der Lindenstraße in Lingen zurückgestellt

Ein Bauantrag für eine Spielhalle im Gebäude Lindenstraße 16 liegt der Stadt Lingen vor. Der Planungs- und Bauausschuss hat das Gesuch nun einstimmig zurückgestellt. Foto: Mike RöserEin Bauantrag für eine Spielhalle im Gebäude Lindenstraße 16 liegt der Stadt Lingen vor. Der Planungs- und Bauausschuss hat das Gesuch nun einstimmig zurückgestellt. Foto: Mike Röser

Lingen. Steuerungsbedarf sehen Politik und Stadtverwaltung für das Quartier zwischen Lindenstraße, Alte Rheiner Straße und Kurt-Schumacher-Brücke in Lingen. Deshalb beschloss der Planungs- und Bauausschuss nun einstimmig, einen Bebauungsplan aufzustellen und einen Antrag für eine Spielhalle zurückzustellen.

"Viele Dinge, die nicht so einladend sind", hat Stadtbaurat Lothar Schreinmacher in dem Areal ausgemacht. Neben Wohnhäusern gibt es dort unter anderem eine große Freifläche an der Alten Rheiner Straße, Geschäfte und eine Gastronomie an der Lindenstraße – und auch Leerstände. Für einen von diesen, an der Lindenstraße 16, liegt der Verwaltung ein Bauantrag für eine Spielhalle vor.

Die Stadtverwaltung befürchtet, dass eine solche weitere "Vergnügungsstätten" nach sich ziehen könnte. Bereits heute gebe es viele solcher Anfragen im Stadtgebiet, erläuterte Schreinemacher im Ausschuss. Landesweite Abstandsregelungen lägen auf Eis, weil sie beklagt werden. Mehrere Betreiber hatten gegen die Schließung geklagt, auch die Stadt Lingen unterlag aufgrund eines Losverfahrens 2017 vor dem Oberverwaltungsgericht.

Keine Genehmigung erteilte die Stadt für eine Werbeanlage an der Lindenstraße. Foto: Thomas Pertz


Ein Ziel des Bebauungsplans "Zwischen Lindenstraße und Alte Rheiner Straße" ist, solche Ansiedlungen besser steuern zu können. Das soll auch für Werbeanlagen gelten, denn solche sind an der Lindenstraße, auf der bis zu 20.000 Autos täglich fahren, attraktiv. Zuletzt hatte Investor Bernd Jansen die Verwaltung kritisiert, weil diese eine Werbeanlage an seinem neuen Wohngebäude abgelehnt hatte. "Das entstandene Gebäude ist schön, wenn auch nicht die Werbeanlage", sagte Schreinemacher nun im Ausschuss.

Abstandsregeln durch städtische Verordnung?

Das Gebiet habe eine Steuerung nötig, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Hilling: "Es ist gut und richtig, wenn man das jetzt angeht." Seine Fraktion habe die Verwaltung unterdessen gebeten zu prüfen, ob die Abstände von Spielhallen durch eine Verordnung der Stadt geregelt werden kann.


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