Amtseinführung der neuen PI-Chefin in Lingen Simon will für eine offene und bürgernahe Polizei stehen

Die neue Chefin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon, wurde von Polizeipräsident Michael Maßmann offiziell in ihr Amt eingeführt. Foto: Thomas PertzDie neue Chefin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon, wurde von Polizeipräsident Michael Maßmann offiziell in ihr Amt eingeführt. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Osnabrücks Polizeipräsident Michael Maßmann hat am Freitag in Lingen die neue Chefin der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Nicola Simon, offiziell in ihr Amt eingeführt.

Die Feierstunde mit Gästen aus Politik und Verwaltung der beiden Landkreise sowie verschiedener Behörden und Dienststellen hatte im Heimathaus in Laxten stattgefunden. Ein bodenständiger Rahmen, der andeutete, wie die 50-jährige gebürtige Gifhornerin ihre anspruchsvolle Aufgabe anzupacken gedenkt.

Simon ist seit April 1987 bei der Polizei und hat einen breitgefächerten beruflichen Hintergrund. "Du hast deinen Beruf von der Pike auf gelernt", sagte Maßmann. Der Polizeipräsident der Polizeidirektion Osnabrück verwies in diesem Zusammenhang vor allem auf die praktische Erfahrung, die Simon gesammelt hat, zum Beispiel bei den Castortransporten. "Da bist du sehr pragmatisch herangegangen", erläuterte Maßmann Simons Vorgehensweise "mit straffer Hand und sehr nah an der Basis".  Der Polizeipräsident beschrieb sie als "extrem verlässlich, verbindlich und lösungsorientiert." Die neue PI-Leiterin gestalte Führung nicht als Amtsautorität, sondern bringe ihre Persönlichkeit mit ein. "Du stehst für eine greifbare, immer ansprechbare Polizei. Die Menschen wollen eine Polizei zum Anfassen, die den Dialog mit dem Bürger sucht."

Arbeit von Brüggemann gewürdigt

Ausdrücklich und unter dem Applaus der Gäste bedankte sich Maßmann bei ihrem Amtsvorgänger Karl-Heinz Brüggemann, der die Polizei in den letzten 14 Jahren sehr zukunftsfähig aufgestellt und ihr eine eigene Prägung verliehen habe. Er dankte außerdem Simons Stellvertreter Heinz Defayay, der die PI mit ihren über 700 Beschäftigten in den vergangenen Monaten geleitet hatte. 

In mehreren Grußworten wurden der Polizeichefin die besten Wünsche für ihre neue berufliche Aufgabe übermittelt. "Ich stehe hier mit einem sehr guten Gefühl", meinte Personalratsvorsitzender Klaus Herbers. Es habe ihn beeindruckt, wie Nicola Simon in den letzten Wochen nicht die Vertreter aus Politik und Behörden, sondern zuerst einmal die Dienststellen und die Beschäftigten dort besucht habe, ausführlich und ohne Zeitdruck. Personalrat und Leitung arbeiteten nicht auf verschiedenen Seiten, sondern gemeinsam, sagte Herbers. Dies sei auch notwendig, um kommende Aufgaben zu bewältigen und mit zunehmenden Belastungen in der täglichen Polizeiarbeit umzugehen.

Für die beiden Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die Stadt Lingen boten Reinhard Winter, Friedrich Kethorn und Dieter Krone der Polizeidirektorin eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Die Bürger im Emsland und in der Grafschaft stünden für Gradlinigkeit und Authentizität, meinte Martin Oevermann, Leiter der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück. "Diese Eigenschaften hast du."

Simon selbst dankte für die vielen guten Wünsche und insbesondere dem Team der Polizeiinspektion für die sehr gute Aufnahme. Die begeisterte Pferdesportlerin steht "für eine offene und bürgernahe Polizei", wie sie im Heimathaus betonte. Sie habe ein "offenes, super aufgestelltes Team" vorgefunden und freue sich auf ihre neue Aufgabe. Wie die "Neue" tickt, das fasste Simon in einem Satz zusammen: "Ich bin kein Mensch, der viel Papier schwarz macht, sondern jemand, der das direkte Gespräch sucht."


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