Doppelfeier in Bramsche Lingener feiern Schulerweiterung und Richtfest an der Turnhalle

Ein freudige Richtfest wurde in Lingen-Bramsche gefeiert. "Höher, höher", riefen die Schulkinder, als der Kran die geschmückte Richtkrone nach oben hievte. Foto: Johannes FrankeEin freudige Richtfest wurde in Lingen-Bramsche gefeiert. "Höher, höher", riefen die Schulkinder, als der Kran die geschmückte Richtkrone nach oben hievte. Foto: Johannes Franke

Lingen. In Lingen-Bramsche hat es am Freitag eine Doppelfeier gegeben: Die Gäste freuten sich über die Erweiterung der Grundschule. Zugleich wurde das Richtfest bei der neuen Sporthalle gefeiert.

„Heut ist ein Fest, ein großes Fest, mit allem was dazu gehört“, sangen die Kinder der Klassen 4a und b zur Begrüßung. In der voll besetzten Aula konnte Oberbürgermeister Dieter Krone die Vertreter der Schule, Eltern, Politik, Kirche, Architekten und am Bau beteiligten Betriebe begrüßen. Neben den obligatorischen Reden waren es aber die Kinder mit ihren Klassen- und Musiklehrerinnen, die den Vormittag gestalteten und für eine fröhliche Atmosphäre sorgten.

„Wir haben heute einen doppelten Grund zur Freude“, betonte Krone, „nämlich die Einweihung des Erweiterungsbaus und das Richtfest für die neue Sporthalle. Ein Tag der Freude für Bramsche“, sagte er. Die Zeit der Provisorien und Raumprobleme sei vorbei. 146 Schüler in acht Klassenverbänden mit elf Lehrkräften und zehn weiteren Kollegen würden nun wieder in geeigneten Räumen unterrichtet, seien gut untergebracht und fänden optimale Arbeitsbedingungen vor. „Die Betreuung in Containern, eine über längere Zeit ausgelagerte Mensa und vor allem zwei fehlende Räume in Klassenraumgröße waren eine Situation, die kein Dauerzustand bleiben durfte“, unterstrich Krone. Daher sei der Anbau von etwa 150 Quadratmetern auf zwei Ebenen notwendig gewesen. 


Pfarrer Thomas Burke segnete die neuen Räume. Bei der Einweihung mit dabei waren einige Schüler sowie die Schulleiterin Anika Feldmann und Pastorin Dr. Helen-Kathrin Treutler von der evangelisch-lutherischen Johanneskirche Lingen. Foto: Johannes Franke

Nach Baubeginn im April 2018 bis zur Fertigstellung Ende Januar 2019 habe Bramsche wieder ein Schulgebäude mit einer Mensa, „wie man es sich wünscht“, so der Oberbürgermeister. Rund 610 000 Euro Baukosten seien veranschlagt worden. Insgesamt hätten 18 Firmen aus der näheren Umgebung mitgewirkt. Krone dankte allen Unternehmen für die planmäßig und hochwertig durchgeführten Arbeiten sowie dem Architekten Arnd Vickers. Sein besonderer Dank galt der Schulleiterin Anika Feldmann und ihrem Kollegium. „Sie haben sich, wie eigentlich alle am Bau direkt und indirekt Beteiligten, außergewöhnlich für die Baumaßnahme und während der Bauarbeiten eingesetzt.“ Krone dankte den Eltern und dem Heimatverein für ihr Engagement und die vielen Eigenleistungen und Samstags-Aktionen. „Gefühlt hat der ganze Ort mit angepackt. Großer Dank für diesen Einsatz!“

Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat, übermittelte die Grüße des Landkreises Emslandes und betonte: „Für den Lingener Ortsteil Bramsche ist das heute ein großer Tag.“ Es gelte, eine gute Infrastruktur vorzuhalten, „denn auch die Grundschule muss im Ort bleiben.“ Ortsbürgermeister Martin Koopmann bemerkte: „Für Bramsche ist ein wirklich schöner Tag. Wir alle freuen uns, dass so viel für unsere Kinder gemacht wird.“ Schulelternratsvorsitzender Volker Hüsing freute sich: „Wir haben jetzt einen Ort, an dem für unsre Kinder ausreichend Platz zum Lernen, für Begegnungen, Inklusion und Integration vorhanden ist“, und bedankte sich bei allen für die Verwirklichung. 

Schulleiterin Anika Feldmann erhielt vom Ortsbürgermeister Martin Koopmann einen Gutschein für ein Wellensofa, auf dem die Mädchen und Jungen entspannen können. Zudem schmückt das vom Ortsrat ausgesuchte demnächst vielleicht das Lehrerzimmer. Foto: Johannes Franke

Schulleiterin Anika Feldmann fand es „wunderbar, unseren kleinen Persönlichkeiten einen neuen Raum zu geben, um sich zu entwickeln, sich zu entfalten, wo wir uns alle wohlfühlen.“ Sie dankte allen Ansprechpartnern und sei froh und dankbar über die „Investition in die Bildung.“ Um Gottes Segen bat Pfarrer Thomas Burke und segnete die neuen Räume. Der Segensspruch, wie ihn die Sternsinger überbringen, und ein Kreuz erinnern ab jetzt an den Einweihungstag. 

Noch befindet sich die zweite Baumaßnahme mitten im Rohbau. Aber über der neuen Sporthalle thront bereits der Richtkranz. „Mit der neuen Sporthalle bekommt sportliches Leben in Bramsche im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Fundament“, sagte Oberbürgermeister Krone. Die Sporthalle dient dann nicht nur dem Schulsport, sondern auch den Sportvereinen. Somit profitiere der ganze Ortsteil vom Neubau.


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