De Ridder besucht Lingener Bonifatius-Hospital SPD-Bundestagsabgeordnete will mehr Geld für Digitalisierung in Krankenhäusern

SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder (4. von links) beim Besuch im Bonifatius-Hospitals Lingen. Foto: Bonifatius-HospitalSPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder (4. von links) beim Besuch im Bonifatius-Hospitals Lingen. Foto: Bonifatius-Hospital
Bonifatius-Hospital

Lingen. Die Krankenhäuser benötigen für die Digitalisierung zusätzliche finanzielle Mittel. Darüber war sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder mit dem Geschäftsführer des Bonifatius-Hospital, Martin Diek, einig, als sie das Lingener Krankenhaus besuchte.

In einer Pressemitteilung vom Bonifatius-Hospital zu dem Besuch De Ridders betont Diek, dass die bisherigen Maßnahmen zur Digitalisierung im Bonifatius-Hospital weitestgehend aus Eigenmitteln erbracht worden seien. Das gehe nur, da das Hospital zu den nur 40 Prozent der niedersächsischen Krankenhäuser zählt, die positive Zahlen schreiben. Diek habe  deutlich gemacht, dass die unterschiedlichen Basisfallwerte der Länder dazu führen, dass Niedersachsen auf dem zweitletzten Platz in der Vergütung im Ländervergleich liegt. Zudem würden Tarifsteigerungen nicht vollständig refinanziert, so dass die Krankenhäuser strukturell belastet würden. Um den aktuellen und sich verschärfenden Ärztemangel entgegen zu wirken, müssten allein in Niedersachsen mindestens 300 weitere Medizin Studienplätze geschaffen werden.

Beispielgebend in der Ärztegewinnung

Als beispielgebend bewertete De Ridder den Angaben zufolge Maßnahmen des Lingener Krankenhauses zur Ärztegewinnung. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hätten allein im vergangenen Jahr 15 Studierende ihr praktisches Jahr in Lingen absolviert und anschließend viele ihre Facharztausbildung hier begonnen. Der neue Werksstudentendienst mit Medizinstudierenden sei ein wichtiger Baustein in der Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses. Auch ausländischen Studierenden werde noch während des Studiums die Möglichkeit gegeben, sich von den emsländischen Krankenhäusern als künftigem Arbeitgeber zu überzeugen.

De Ridder ruft zum Spenden auf

Die Bundestagspolitikerin habe zudem großes Interesse an dem überregional bekannten Lingener Konzept zur Integration von akademisierten Pflegekräften in den Klinikalltag gezeigt, an der Geburtshilfe-Abteilung mit ihren jährlich mehr als 1250 Geburten und am Bunten Kreis, der sich für Familien mit kranken, behinderten oder zu früh geborenen Kindern engagiert. Letzerer ist in Ausnahmefällen auf Spenden angewiesen und De Ridder schloss: „Ich hoffe, dass viele Menschen diesen Nachsorgeservice unterstützen und rufe dazu auf, diese Einrichtung durch Spenden zu unterstützen.“  


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