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Schalom, Salaam, Friede Feier der Religionen betont das Miteinander auf dem Campus Lingen

Von Wilfried Roggendorf

<em>Die Feier der Religionen</em> wurde von (v.l.) den evangelischen Pastoren Philipp Wollek und Verena Hoff-Nordbeck, dem Muslim Esnaf Begic und dem katholischen Pfarrer Franz-Bernhard Lanvermeyer abgehalten. Foto: Wilfried RoggendorfDie Feier der Religionen wurde von (v.l.) den evangelischen Pastoren Philipp Wollek und Verena Hoff-Nordbeck, dem Muslim Esnaf Begic und dem katholischen Pfarrer Franz-Bernhard Lanvermeyer abgehalten. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Ökumenische Gottesdienste sind auch im überwiegend katholischen Emsland zu vielen Anlässen keine Besonderheit mehr. Beim Tag der offenen Tür des Campus Lingen sind die Organisatoren einen Schritt weitergegangen und haben auch Vertreter anderer Religionen eingeladen.

Die Feier der Religionen wurde vom katholischen Pfarrer Franz-Bernhard Lanvermeyer, seinen evangelischen Amtskollegen Philipp Wollek und Verena Hoff-Nordbeck sowie dem muslimischen Vertreter Esnaf Begic gemeinsam gestaltet. „Die Menschen sollen durch das Wissen und die Bildung dem Schöpfer näher sein und zum Frieden finden“ – diese Worte von Begic bekamen von den, überwiegend christlichen, 150 Teilnehmern der Feier viel Beifall.

„Dies ist ein für die Hochschule adäquates Zeichen des Miteinanders“, bewertete Lanvermeyer die Feier, die aus einer Idee der Hochschule entstanden sei. Sie zeige, dass sich etwas entwickele. Dem schloss sich auch Hoff-Nordbeck an. „Diese Feier zeigt, dass verschiedene Religionen gemeinsam etwas leisten können und für ein friedliches Miteinander stehen. Deswegen habe ich gerne mitgemacht“, erklärte die evangelische Theologin.

Zu Beginn der Feier erinnerte ein Lied in jiddischer Sprache auch daran, dass in einer dunklen Zeit der deutschen Geschichte auch in den Hallen I/II Zwangsarbeiter im ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk arbeiten mussten.

Die Feier endete mit einem dreifachen Friedensgruß: „Schalom, Salaam, der Friede sei mit dir.“